DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX erobert Unterstützung zurück: Öl, Asien und US-Börsen stützen - das sind die wichtigsten Handelsmarken!

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch wie auch die Ölpreise wieder klar den Vorwärtsgang eingelegt. Auch heute setzt der DAX nach guten Vorgaben aus Übersee seine Erholung fort. Mittlerweile hat der Leitindex die ehemalige Unterstützung bei 9.325 Punkten zurückerobert.

Die Ölpreise haben am Donnerstag an ihre Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 35,09 US-Dollar. Das waren 59 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im März stieg um 65 Cent auf 31,32 Dollar. Am Nachmittag könnten die Daten des US-Energieministeriums zu den Rohöllagerbeständen den Ölmarkt bewegen.

Der Iran hatte am Mittwoch die russisch-saudische Initiative zur Begrenzung der Ölförderung begrüßt, schließt Einschränkungen seiner nun wieder erlaubten eigenen Exporte aber aus. Wie - und ob überhaupt - das Land an der Umsetzung mitwirken werde oder nicht, ließ Teherans Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh offen. "Wir haben das Treffen in Doha hier in Teheran noch einmal besprochen und begrüßen und unterstützen die Entscheidung", sagte er nach Beratungen mit seinen Amtskollegen aus dem Irak, Katar und Venezuela.

An der Wall Street baute der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seine Gewinne seit dem Xetra-Schluss am Vortag weiter aus. Ein Händler begründete die gute Stimmung neben der fortgesetzten Ölpreiserholung auch mit der Veröffentlichung des Protokolls (Minutes) zur Januar-Sitzung der US-Notenbank Fed. Es habe die Sorge der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses wegen des Falls der Rohstoffpreise und der Turbulenzen an den Finanzmärkten erneut gezeigt. Zuletzt hatten immer weniger Finanzmarktakteure mit weiteren Leitzinserhöhungen in den USA noch in diesem Jahr gerechnet. Gestützt auf die feste Wall Street ging es auch an den Börsen Asiens teils deutlich nach oben. Zudem scheinen dort Investoren nach durchwachsenen Konjunkturdaten aus China und Japan weiter auf zusätzliche Maßnahmen der Notenbanken und Regierungen zu hoffen.

„Zum ersten Male seit Anfang des Jahres wird jedoch auf Basis der aktuellen Stimmungsindikatoren eine fortgesetzte Erholungsbewegung am deutschen Aktienmarkt unterstützt“, heißt es bei der DZ Bank. „Auf Basis der Befragungen der Marktteilnehmer zeigte sich schon länger eine negative Einschätzung gegenüber der Aktienanlage. Diese für den weiteren Ausblick beim DAX günstig zu interpretierende Stimmung wird - im Gegensatz zu den Vorwochen- jetzt auch von den „harten“ Stimmungsindikatoren am Markt bestätigt.

Mit dem Sprung über die Widerstandszone um 9.325 Punkte hat sich das Chartbild deutlich verbessert. Diese gilt es nun zu verteidigen. Die nächste größere Hürde wartet bei 9.800 Zählern. Aber: Ungeachtet der wieder verbesserten Stimmung sollten Anleger das Rückschlagrisiko nicht völlig ausblenden. Fällt der Leitindex wieder unter die alte und neue Unterstützung droht die Fortsetzung der Abwärtsbewegung mit Zielen bei 8.700 und 8.550 Punkten.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Rallye - Draghi ist gut zum DAX

Die Europäische Zentralbank hat zwar nicht ganz das gemacht, was die Marktteilnehmer von ihr erwartet hatten. Unter dem Strich ist die jüngste Entscheidung der europäischen Notenbanker aber im Sinne der Aktionäre. Nach einem kurzen Rücksetzer unter die Marke von 11.000 Punkten hat der DAX umgehend … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Na endlich – Jahresendrallye im DAX

Es ist vollbracht: Der deutsche Leitindex hat nach monatelangem, nervenaufreibendem Auf und Ab den Ausbruch auf ein neues Jahreshoch gemeistert. Und wie! Der DAX eröffnete den Handel am Morgen mit einem dicken Aufwärtsgap und schwang sich sofort auf, auch die Marke von 10.900 Punkten zu überwinden. mehr