IVG Immobilien
- Andreas Deutsch - Redakteur

Die Prognosen der Profis

In seiner Serie "Tipps von den Experten - was die Profis jetzt kaufen" fragte DER AKTIONÄR regelmäßig Börsenfachleute nach ihren persönlichen Favoriten. In seiner Reihe "Die Prognosen der Profis" geht DER AKTIONÄR noch weiter: Wie entwickelt sich die Börse? Welche Risiken gibt es? Wo locken Chancen?

"Die Börsen werden nach wie vor von der Hoffnung der Anleger auf frische Gelder der Notenbanken getragen", sagt Wolfgang Braun von der Aktien-Strategie. "Diese Spekulationen wurden durch das Sitzungsprotokoll der Federal Reserve vom vergangenen Mittwoch beflügelt." Auch die EZB dürfte laut Braun spätestens dann eingreifen, wenn die Krise sich erneut verschärfen sollte.

"Verschnaufpause täte gut"

"Die Inflationsraten waren zuletzt weltweit auf dem Rückzug, so dass von dieser Seite aktuell nichts gegen weitere Liqudiditätsspritzen spricht", meint der Profi. "Insgesamt scheinen die Börsen damit gut nach unten abgesichert." Nach einem Anstieg von rund 1.000 Punkten seit Anfang Juni täte dem DAX allerdings eine Verschnaufpause gut. "Eine Korrektur um einige hundert Zähler würde auch in den Herbst passen, der für eine etwas stürmischere Börsenphase bekannt ist. Insgesamt bin ich aber zuversichtlich, dass der DAX nach dem Abbau seiner Überhitzung wieder nach oben tendiert."

Gold oder Silber

Von weiteren Liquiditätsspritzen sollten laut Braun Edelmetalle profitieren, "die auch charttechnisch gut aussehen". Wem Xetra-Gold (WKN A0S 9GB) zu langweilig sei, könne auf einen Call auf Silber setzen. "Interessant ist etwa ein Wave Unlimited Call der Deutschen Bank (WKN DE2 40Z). Dank des Hebels profitiert man überdurchschnittlich von einem Anstieg des Edelmetalls. Das gilt aber auch in die andere Richtung: Da sogar ein Totalverlust möglich ist, unbedingt einen Stopp setzen!"

IVG profitiert

Bei Aktien gefällt Braun IVG. "Die Immobilienpreise in Deutschland haben sich gut entwickelt. Davon sollte auch die im SDAX notierte IVG profitieren. Der neue Vorstandschef ist dabei, die hohen Schulden zurückzuführen. Im derzeitigen Marktumfeld stehen die Chancen für einen Erfolg gut. Dann sollte die klare Unterbewertung kontinuierlich aufgeholt werden. Aktuell notiert das Papier fast 60 Prozent unter dem Net Asset Value, der die bestehenden Vermögen abzüglich der Schulden wiedergibt."

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