DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

DAX: Commerzbank erhöht Kursziel - Börse macht derzeit richtig Spaß

Das maue Jahr 2014 ist abgehakt. In diesem Jahr läuft es bestens für die weltweiten Aktienmärkte. Die Experten der Commerzbank haben nach den Sahne-Monaten Januar und Februar bereits jetzt schon ihr Kursziel für den DAX angehoben – und zwar deutlich.

Die Commerzbank sieht den DAX am Jahresende nun nicht mehr bei 10.800, sondern bei 11.800 Punkten. Grund ist das anhaltende Niedrigzinsumfeld. Nach dem rasanten Anstieg des Börsenbarometers auf mehr als 11 500 Punkte im bisherigen Jahresverlauf würde das aber ein überschaubares Kurspotenzial von etwa zweieinhalb Prozent bedeuteten.

Seine Prognosen für die grundsätzlichen Kurstreiber wie Gewinne und Dividenden beließ Aktienmarktstratege Andreas Hürkamp in seiner Studie unverändert. Er geht davon aus, dass die Billiggeld-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einem fortgesetzten Anstieg von Vermögenspreisen führen sollte. Daher habe er seine Prognosen für die Dax-Bewertungsparameter angepasst.

Das KGV sieht Hürkamp bei 14, nachdem er bisher einen Wert von 12,9 angesetzte habe. Mit Blick auf die Dividendenrendite des DAX gehe er von 2,6 Prozent aus. Insgesamt seien die Dividendenrenditen weiterhin vergleichsweise attraktiv.

Mit einer durchgängig positiven Kursentwicklung sollten die Anleger laut Hürkamp allerdings nicht rechnen. Im dritten Quartal drohe dem DAX eine deutliche Korrektur - also ein größerer Rückschlag - in Richtung der 200-Tage-Linie. Diese Linie gilt als Gradmesser für den langfristigen Kurstrend.

Gute Stimmung, aber keine Euphorie

Unterdessen ist die Stimmung unter den Investoren so gut wie seit 2007 nicht mehr. Der vom Forschungsinstitut Sentix erhobene Indikator stieg im März um 6,2 Punkte auf 18,6 Zähler. Bankvolkswirte hatten mit 15,0 Punkten gerechnet.

„Die Konjunktur-Lokomotive im Euroraum heißt weiterhin Deutschland“, kommentierte Sentix die Umfrage. „Die wirtschaftliche Verfassung könnte kaum besser sein." Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die auf eine Belebung des schwachen Südens im Währungsraum ausgerichtet sei, feuere die deutsche Konjunktur "so richtig an".

Aktien mit Power

Von Euphorie kann trotzdem keine Rede sein. Die Zahl der Aktionäre ist in Deutschland im vergangenen Jahr – trotz der Hausse – um 500.000 zurückgegangen, berichtet das Deutsche Aktieninstitut. Nur noch 8,4 Millionen Menschen sind danach am Aktienmarkt engagiert. Für alle, die dazu gehören oder ihren Einstieg am Aktienmarkt planen, stellt DER AKTIONÄR in seiner neuen Ausgabe acht Power-Aktien vor. Den neuen AKTIONÄR gibt es ab Mittwoch am Kiosk oder bereits hier als ePaper.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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