DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX mit Gegenbewegung: Der Wahnsinn geht weiter – das müssen Anleger jetzt wissen!

DER AKTIONÄR hat erst gestern erklärt, dass die Indizes und viele Einzelwerte in eine Phase mit unkontrollierbaren Verlusten und vor allem Übertreibungen übergehen. Nachdem es bis gestern Nachmittag noch crashartig nach unten ging, folgte in den letzten Handelsstunden eine ebenso panische Gegenbewegung.

Es war schwer abzuschätzen, wann der DAX zu einer technischen Gegenbewegung Richtung 8.700 oder 8.900 Punkte ansetzt. Nun ist sie da. Nach den Aussagen über eine Verschiebung des Endes der Anleihekäufe durch die US-Notenbank von James Bullard, Chef der regionalen Notenbank von St. Louis, gestern Nachmittag, haben die Bullen die Bären förmlich überrannt. Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik hat alle Konjunktursorgen in den Hintergrund gedrängt. Zudem fielen die jüngsten US-amerikanischen Wirtschaftsmeldungen überwiegend positiv aus.

Die Folge: eine Übertreibung nach oben. Vom Tief bei 8.354 Punkten hat der DAX seit gestern innerhalb weniger Handelsstunden über 400 Punkte oder rund fünf Prozent zugelegt. Im Bereich von 8.700 Zählern ist nun eine Verschnaufpause wahrscheinlich. Spätestens knapp unter der 8.900-Punkte-Marke dürfte ein Rücksetzer erfolgen.

Schon jetzt ein Ende der Talfahrt auszurufen, wäre übertrieben. Eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau wäre gut – zumindest für die Bullen. Eine detiallierte charttechnische Einschätzung gibt es hier.

Weitere Informationen zur Zinspolitik der US-Notenbank erwarten Marktteilnehmer von der Fed-Sitzung am 28. und 29. Oktober. Bis dahin hat dann auch die heimische Berichtssaison deutlich an Fahrt aufgenommen. Anleger müssen sich auf einen volatilen Herbst einstellen.

 

 

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