DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX auf Wiedergutmachungstour - China macht Mut!

Nach dem sehr schwachen Vortag kann sich der DAX am Mittwochmorgen leicht erholen. Der deutsche Aktienmarkt profitiert dabei von positiven Nachrichten aus China: "Es gibt die ersten Zeichen, dass die Wirtschaft in China ihren Boden gefunden haben könnte", sagte Dirk Gojny von der National-Bank in Essen. Am Abend steht noch das Protokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank auf der Agenda.

In China fiel der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator für den  Dienstleistungssektor nicht nur besser aus als erwartet, sondern liegt mit 52,2 Punkten deutlich über der Marke von 50 Punkten. Auch die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Deutschland gaben Anlass zur Hoffnung: Nach den schwachen Auftragseingängen für die deutsche Industrie am Vortag zeichneten nun die Daten zur Industrieproduktion ein positiveres Bild. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe ging im Februar um 0,5 Prozent zurück, während Experten mit einem Minus von 1,8 Prozent gerechnet hatten. 

Am Abend wird das Protokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) der Fed veröffentlicht. Es könnte neue Hinweise darauf liefern, ob die Leitzinsen womöglich doch stärker steigen in diesem Jahr als erwartet. Nach der jüngsten Äußerung eines Fed-Mitglieds (DER AKTIONÄR berichtete) sind die Sorgen der Anleger gewachsen, dass die Fed mehr als einmal die Zinsen anheben könnte.

9.500 im Visier

Aus technischer Sicht hat sich das Chartbild im DAX deutlich eingetrübt. Nach dem Bruch der Unterstützung bei 9.750 Zählern verlor der Index am Vortag weitere 200 Punkte. Immerhin geriet der Support bei 9.500 Zählern nicht in Gefahr.

Angesichts der bevorstehenden Dividendensaison und der hohen Liquidität an der Seitenlinie sind aber stärkere Rücksetzer im DAX nicht zu erwarten. Allerdings könnten bei einem Bruch der 9.500-Punkte-Marke weitere Anleger nervös werden und so eine neue Abwärtsdynamik auslösen.

Abwarten!

Der DAX hat mit dem Tag gestern neue Verkaufssignale geliefert. Panikartige Verkäufe sind in dieser Situation aber fehl am Platz. Andererseits ist es auch für neue Long-Positionen noch zu früh.

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