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- Michael Schröder - Redakteur

DAX auf Allzeithoch: Griechenland und Europartner einigen sich im Schuldenstreit

Griechenland und die Europartner haben sich im Schuldenstreit geeinigt. Das Hilfsprogramm für Athen solle um vier Monate verlängert werden, bestätigten EU-Diplomaten in Brüssel. Die Regierung in Athen habe sich verpflichtet, die Reformen fortzusetzen. Sie bekräftige, das Hilfsprogramm bis zum 30. Juni inklusive der Spar- und Reformauflagen erfolgreich abschließen zu wollen. Der DAX reagiert mit weiteren Aufschlägen. 

Mit dreieinhalb Stunden Verspätung hatte das Krisen-Sondertreffen der Euro-Finanzminister gegen 18:30 Uhr in Brüssel begonnen. Dann ging es ganz schnell. Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem sprach dabei aber von einer intensiven Debatte. Es gehe um Vertrauen auf Grundlage von Vereinbarungen. Es gibt die Hoffnung, letztlich ein positives Ergebnis zu erzielen: "Heute abend war ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung". Die Beteiligten hätten sich auf eine Vereinbarung verständigt. "Heute Abend gab es den ersten Schritt, um wieder Vertrauen aufzubauen."

In Verhandlungskreisen hieß es zuvor, die Griechen hätten "schwere Kost schlucken" müssen. Dijsselbloem habe den Griechen einen Entwurf der Eurogruppe vorgelegt, in dem die Forderungen der anderen 18 Euroländer zusammengefasst seien. Dann habe er den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras angerufen und gesagt: "Das oder es ist Schluss".

Die Festlegung auf die zukünftigen Reformschritte soll am Montag erfolgen. Griechenlands bisheriges Hilfsprogramm läuft am 28. Februar aus. Ohne weitere finanzielle Unterstützung drohte Athen die Staatspleite und womöglich auch das Ende der Mitgliedschaft in der Eurozone. Die Verhandlungen hatten zuvor ohne sichtbare Kompromissbereitschaft begonnen. Finanzminister Gianis Varoufakis hatte vor Beginn des Treffens Korrekturen am Antrag für eine Verlängerung der Finanzhilfen abgelehnt und Entgegenkommen der Partner verlangt. Deutschland und andere Euro-Länder hielten die Zugeständnisse der Links-Rechts-Regierung weiter für unzureichend.

Der Euro-Kurs reagierte positiv auf die Einigung. Die Gemeinschaftswährung sprang auf den höchsten Stand des Tages und erreichte 1,1430 US-Dollar. Wie reagierte der DAX? Kurz vor der Einigung im Schuldenstreit schloss der Leitindex mit einem Plus von 0,44 Prozent bei 11.050,64 Punkten noch so hoch wie nie zuvor. Im späten Handel legte der DAX um weitere 90 Zähler zu. Auch in den USA sind die Börsen auf neue Rekordstände gestiegen. Die Chancen für einen freundlichen Wochenstart am Montag sind gut. DER AKTIONÄR setzt daher kurzfristig weiter auf steigende Kurse. 

(Mit Material von dpa-AFX)

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