DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX am Dienstag: Wenig Impulse, aber ...

Mangels neuer Impulse wird der deutsche Aktienmarkt am Dienstag wenig bewegt erwartet. Die Märkte finden keine neue Richtung. Anleger halten sich angesichts der vorherrschenden Unsicherheit weiter zurück. Am Vormittag könnten die ZEW-Konjunkturerwartungen für Mai aber für Bewegung sorgen.

Die US-Börsen haben sich am Montag kaum vom Fleck bewegt. Aktuelle Konjunkturdaten sowie Einschätzungen zur Zinspolitik der US-Notenbank (Fed) lieferten keine richtungsweisenden Impulse. Die leicht rückläufigen Ölpreise fanden ebenfalls keine größere Beachtung. Der Dow Jones Industrial beendete den Handel mit minus 0,05 Prozent bei 17.492,93 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,21 Prozent auf 2.048,04 Punkte und der Nasdaq-100-Index sank um 0,18 Prozent auf 4.355,10 Punkte. Auch aus Asien kommen keine größeren Impulse.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlicht heute Vormittag seinen ZEW-Indikator für Mai, der die Einschätzung von Analysten und institutionellen Anlegern über die künftige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wiedergibt. Flankiert wird der Index von genaueren Daten zur Wirtschaftsleistung in Deutschland, dem BIP, sowie dem Geschäftsklima in Frankreich. Die Analysten der Societe Generale rechnen mit einem etwas aufgehellten Gesamtbild der Daten.

Nachdem die Woche zunächst ruhig starten dürfte, steht am Dienstag bereits das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel zum Thema Spar- und Reformpaket Griechenland an. Gleichzeitig nehmen die von den Anlegern weitläufig gefürchteten Unsicherheiten wieder zu: So kehrt Griechenland zurück auf die Agenda, in Großbritannien wird in wenigen Wochen über den Verbleib in der EU abgestimmt und in Spanien wird gewählt. In den USA entscheidet die Notenbank (Fed) zudem demnächst über die Leitzinsen, und dort steht auch noch die näher rückende Präsidentenwahl im Brennpunkt.

Nichts Neues in Sachen Charttechnik: Seit Beginn des Monats pendelt der DAX in einer Range zwischen 9.737 und 10.100 Punkten hin- und her. Wie können Anleger agieren? Eine Möglichkeit ist, im unteren Bereich der Range long und im oberen Sektor short zu gehen. Für größere Long- oder Shortpositionen müssen klare Signale her, die sich aber erst bei Kursen oberhalb von 10.170 beziehungsweise unterhalb von 9.730 Punkten ergeben.


(Mit Material von dpa-AFX)

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