DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX meldet sich zurück: Spitzengespräch ohne Ergebnis, aber …

Der DAX dürfte nach der stürmischen Rallye vom Vortag etwas ruhiger in den Handel starten. Das mit vielen Erwartungen verbundene Spitzentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras und dem französischen Präsidenten François Hollande brachte dem Vernehmen nach keine greifbaren Ergebnisse. Stützen könnten den Markt zunächst positive Vorgaben aus Übersee

Das Spitzentreffen im Schuldenstreit mit Griechenland hat keine erkennbare Annäherung gebracht. Ein Regierungssprecher sagte am frühen Donnerstagmorgen lediglich, der Meinungsaustausch habe in konstruktiver Atmosphäre stattgefunden. Auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg Bezug nehmend, nach dem Merkel zu einer Einigung bereit ist, wenn Griechenland sich zumindest zu einer größeren Reform bekennt, sagte der Sprecher: „Deutschland akzeptiert nur einen Vorschlag der drei Institutionen. Alles andere ist frei erfunden." Anleger dürften sich somit erst einmal zurückhalten, zumal die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditbewertung Griechenlands weiter herabgestuft hatte.

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Stützen könnten den Markt positive Vorgaben aus Übersee: Die meisten asiatischen Börsen stiegen am Donnerstag und die wichtigsten US-Börsen waren mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel gegangen.

Was sagt die Charttechnik? Die Analysten bei der DZ Bank halten eine weitere Stabilisierung für möglich: „Im Rahmen des laufenden mittelfristigen abwärts gerichteten Trendkanals ergibt sich aktuell die Chance, dass eine Stabilisierung bis in den oberen Bereich des Trendkanals gelingt. Auf dieser Grundlage lässt sich eine Bewegung bis in die Zone zwischen 11.600 und 11.700 Punkten rechtfertigen.“ Allerdings warnen sie auch vor zuviel Euphorie: „Insbesondere unter sentiment-technischen Gesichtspunkten bleibt der Aktienmarkt noch angeschlagen. Stellt sich das Handelsgeschehen der letzten neun Wochen nicht als eine sekundärzyklische „ABC“-Korrektur durchaus, ergibt sich mit Blick auf das gegenwärtig strategisch recht optimistische Stimmungsbild der Marktteilnehmer das Risiko, dass sich im weiteren Verlauf eine deutlichere „Enttäuschungswelle“ am Markt herausbildet.“

Anleger die gestern früh mit dem DAX Turbo-Long WKN CC52U1 von der Citigroup auf eine Erholung spekuliert haben, nehmen erste Gewinne mit und sichern den Rest mit einem engen Stopp ab. Ansonsten heißt es: Abwarten und schauen, welche Gerüchte und Spekulationen rund um den griechischen Schuldenstreit heute die Richtung beim DAX vorgeben werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


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