DAX
- Michael Schröder - Redakteur

Bulle oder Bär, wer macht 2016 das Rennen? Das müssen Anleger zum Jahresstart bei DAX und Co wissen!

Am Montag geht es wieder los: In der ersten Handelswoche 2016 könnte es dabei direkt volatil werden. Die Umsätze sollten wieder zunehmen, denn viele Börsianer kehren aus dem Weihnachtsurlaub zurück. Dabei dürften erneut der Euro, der Ölpreis sowie die neuen Wirtschaftsdaten aus China und den USA bestimmende Faktoren für den DAX sein.

Der DAX verabschiedete sich im Vorjahr bei 10.743 Punkten aus dem Handel. Am Ende eines aufregenden Jahres stand für den heimischen Leitindex somit ein Gewinn von 9,56 Prozent zu Buche - nach gerade einmal 2,65 Prozent Zuwachs im Vorjahr. Gelingt es dem DAX, den charttechnischen Widerstand der 200-Tage-Linie zu überwinden, der im Bereich der 11.000 Punkte liegt, könnte es erst einmal aufwärts gehen. Ausgemacht ist dies aber keineswegs. Die letzten Wochen im Jahr 2015 haben gezeigt, wie schnell und heftig es zu Rücksetzern kommen kann.

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Im Fokus dürften die jüngsten Konjunkturdaten aus China stehen: Die Industrieproduktion ist im Dezember den fünften Monat in Folge zurückgegangen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex PMI betrug wie von Experten erwartet 49,7. Ein Wert unter 50 signalisiert eine Schrumpfung der Wirtschaft, einer über 50 ein Wachstum. Damit wird die Furcht vor einer abflauenden Konjunktur der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft genährt.

Die Optimisten heben hervor, dass der Dezember-Wert leicht über dem des Vormonates von 49,6 liegt. Die Zahl repräsentiert damit die erste Erholung in vier Monaten. Das dürfte zumindest auf eine "Stabilisierung" hindeuten, so Zhou Hao von der Commerzbank. Um die schwächelnde Wirtschaft zu stützen, werde die chinesische Regierung an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten und die staatlichen Ausgaben erhöhen.

Die offiziellen Wachstumsdaten für das Gesamtjahr 2015 sollen am 19. Januar veröffentlicht werden. Im gerade zu Ende gegangenen Jahr 2015 dürfte die Wirtschaft nach Schätzungen der Zentralbank um 6,9 Prozent gewachsen sein. Das wäre der geringste Anstieg seit 25 Jahren. 2014 betrug das Wirtschaftswachstum noch 7,3 Prozent. 2016 könnte es auf 6,8 Prozent sinken, heißt es in einem Arbeitspapier der Zentralbank.

Bei den US-Konjunkturdaten werden die Anleger auf die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungen schauen, die am Montag beziehungsweise Mittwoch auf der Agenda stehen. Am Dienstag rücken zudem die Arbeitslosenzahlen aus Deutschland und die EU-Verbraucherpreise - beide für den Dezember - in den Fokus. Am Mittwochabend gewährt die US-Notenbank Fed Einblicke in das Protokoll ihrer letzten Sitzung. Im Dezember hatten die Währungshüter erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins erhöht.

Am Donnerstag könnten neueste Erhebungen zum Auftragseingang der Industrie in Deutschland sowie das Wirtschafts- und Industrievertrauen der EU bewegen, am Freitag dann die Industrieproduktion aus Deutschland. Zentrales Ereignis ist aber am Freitag die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Dezember. Fallen die Daten gut aus, dürfte sich die Fed in ihrer jüngst eingeleiteten Zinswende bestätigt fühlen.

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(Mit Material von dpa-AFX)

 

 

 

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