DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX: Ruhe vor dem Sturm

Das Ringen um die 10.000-Punkte-Marke beim DAX geht in die nächste Runde. Der Unternehmens- und Konjunkturkalender hat sich geleert. Lediglich einige Einkaufsmanagerindizes aus Europa und am Nachmittag aus den USA lassen neue Impulse erwarten. Im Fokus bleiben die hoch gewichteten Bayer-Aktien, nachdem der Konzern offiziell ein Angebot zur Übernahme von Monsanto vorgelegt hat.

Nachdem die Woche zunächst ruhig starten dürfte, steht am Dienstag bereits das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel zum Thema Spar- und Reformpaket Griechenland an. Gleichzeitig nehmen die von den Anlegern weitläufig gefürchteten Unsicherheiten wieder zu: So kehrt Griechenland zurück auf die Agenda, in Großbritannien wird in wenigen Wochen über den Verbleib in der EU abgestimmt und in Spanien wird gewählt. In den USA entscheidet die Notenbank (Fed) zudem demnächst über die Leitzinsen, und dort steht auch noch die näher rückende Präsidentenwahl im Brennpunkt.

In den USA stehen am Montag und Mittwoch die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und den Servicesektor an. Hinzu kommen am Dienstag und Mittwoch noch Daten vom Häusermarkt sowie am Donnerstag zu den Auftragseingängen für langlebige Güter. Beachtung finden dürfte auch die Rede der Fed-Präsidentin Janet Yellen am Freitag an der Harvard-Universität.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlicht dann am Dienstag seinen ZEW-Indikator für Mai, der die Einschätzung von Analysten und institutionellen Anlegern über die künftige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wiedergibt. Der Höhepunkt unter den deutschen Konjunkturdaten dürfte aber der Ifo-Geschäftsklimaindex für Mai am Mittwoch sein.

Die aktuell recht dünnen Handelsvolumina könnten zu kräftigeren Kursausschlägen in beide Richtungen führen. In der neuen Woche kommt auch noch der in einigen Bundesländern begangene Fronleichnamstag hinzu, der die Umsätze am deutschen Markt weiter schmälern dürfte.

Seit Beginn des Monats pendelt der DAX nun in einer Range zwischen 9.737 und 10.100 Punkten hin- und her. Heute tendiert der Leitindex genau in der Mitte dieser Range. Wie können Anleger agieren? Eine Möglichkeit ist, im unteren Bereich der Range long und im oberen Sektor short zu gehen. Für größere Long- oder Shortpositionen müssen klare Signale her, die sich aber erst bei Kursen oberhalb von 10.170 beziehungsweise unterhalb von 9.730 Punkten ergeben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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