DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX: Ruhe vor dem Sturm - USA wieder am Start

Nach dem freundlichen Wochenstart dürfte sich der DAX am Dienstag zunächst weiter stabilisieren. Die US-Börsen waren gestern geschlossen und hatten auch in Deutschland für einen ruhigen Handel gesorgt, der sich nun langsam wieder beleben dürfte. Anleger sollten sich daher auf einen volatilen Handel einstellen – mit Ausschlägen in beide Richtungen

In Asien hatten schwache chinesische Konjunkturdaten zunächst die Aktienmärkte in China und auch Japan spürbar belastet. Während die Tokioter Börse mit kräftigen Verlusten schloss, drehten die Märkte in China dagegen zuletzt deutlich ins Plus. Japans Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal weiter, wenn auch weniger deutlich als erwartet und in China war der Außenhandel im August hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Eine Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums ist mit den aktuellen Handelsdaten einmal mehr bestätigt worden", sagte Will Yun, Rohstoffanalyst beim Finanzdienstleister Hyundai Futures in Seoul. "Die Zahlen führen zu Abwärtsdruck auf dem Ölmarkt."

Aber: Nach wie vor lautet die Frage aller Fragen an den Finanzmärkten, wann die US-Notenbank (Fed) das erste Mal seit einer Dekade wieder den Leitzins erhöht. Angesichts der etwas niedriger als gedacht ausgefallenen Arbeitslosenquote rechneten die Anleger wohl in der Mehrzahl eher schon im September als erst im Dezember mit einem ersten Zinsschritt nach oben, so Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Ausgemacht sei dies aber noch lange nicht, da in den USA weniger Arbeitsplätze geschaffen worden waren als erwartet.

Erst am 17. September gibt es wohl mehr Klarheit. Dann werden die Ergebnisse der nächsten Zinssitzung der Fed bekannt gegeben. Weitere Konjunkturdaten dürften die Diskussion um den Zustand der Weltwirtschaft anheizen. Dabei richtet sich der Fokus vor allem auf das von der University of Michigan berechnete Verbrauchervertrauen für September, das am Freitag veröffentlicht wird.

Die charttechnische Ausgangslage hat sich gegenüber dem gestrigen Montag nicht wesentlich verändert.

Mehr zu diesem Thema sehen Sie im täglichen DAX-Check bei www.daf.fm oder lesen Sie an dieser Stelle.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

DAX: "Bloß keine Panik"

Der DAX hat am Montag weitere 0,5 Prozent verloren und bei 12.358 Punkten geschlossen. Die Angst, dass sich die Türkei-Krise den europäischen Bankensektor in Mitleidenschaft ziehen könnte, zieht die wichtigen Aktienmärkte nach unten. Für Joachim Würmeling, Vorstandsmitglied der Deutschen … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

DAX: Wird es jetzt noch schlimmer?

Nach einer sehr schwachen Vorwoche deutet sich für den deutschen Aktienmarkt nun eine weitere eher ungemütliche Börsenwoche an. Denn die türkische Lira hat nach dem Inkrafttreten neuer US-Zölle ihre Talfahrt fortgesetzt. Das Land schlittert immer weiter in die Krise – und könnte andere Staaten mit … mehr
| Jochen Kauper | 0 Kommentare

China steht vor schweren Herausforderungen

Seit Anfang des Jahres überschlagen sich in dem Handelsstreit zwischen den USA und China die Ereignisse. Im April hatte der US-Präsident erstmals gezielt US-Strafzölle auf Importe aus China angedroht. China hatte sofort reagiert und vergleichbare Ankündigungen verlauten lassen.
"Betroffen von den … mehr