DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX: Minus 25 Prozent in zehn Tagen – und jetzt?

Angst und Panik regieren auch am Dienstag auf dem Parkett. Der DAX stürzte nach einer zunächst stabilen Eröffnung zwischenzeitlich um mehr als sieben Prozent ab. Bis zum Mittag wurden die Verluste zwar wieder deutlich reduziert. Die Verunsicherung bleibt dennoch groß. Kann die US-Notenbank an den Märkten für neues Vertrauen sorgen? DER AKTIONÄR mit dem aktuellen Stand der Dinge.

Allen Bemühungen der Politik zum Trotz hat sich die Talfahrt der Börsen rund um den Globus in Folge der Schuldenkrise in den USA und Europa fortgesetzt. Neben den Nachwehen der Herabstufung der US-Bonität kommt bei den Anlegern zunehmend die Angst vor einer Rezession auf. Sie befürchten, dass der Sparkurs zahlreicher schuldengeplagter Staaten die Weltkonjunktur abwürgen wird.

Kursrutsch am Vormittag

Der DAX rutschte nach einem überraschend freundlichen Handelsstart schnell wieder ins Minus. Zwischenzeitlich verlor der Leitindex über sieben Prozent und notierte bei 5.502 Punkten - der tiefste Stand seit Februar 2010. Das Minus der vergangenen zehn Handelstage beträgt damit bereits rund 25 Prozent. Bis zum Mittag wurden die Verluste zwar wieder deutlich reduziert. Die Verunsicherung bleibt dennoch groß.

Charttechnischer Ausblick

Der DAX unterschritt eine wichtige Fibo-Marke heute zunächst erheblich, notiert mittlerweile aber wieder passabel über dieser Unterstützung. Was aus kurzfristiger Sicht jetzt charttechnisch wichtig für die Bullen wäre, verrät DER AKTIONÄR hier.

Greift die FED ein?

Die Panik an den Märkten ist greifbar, die Kursausschläge sind dramatisch und fast schon zufällig. Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer. Heute Abend tagt die US-Notenbank und FED-Chef Ben Bernanke hatte angekündigt, dass er bereit sei, notfalls erneut in den Markt einzugreifen. Dagegen spricht allerdings die leicht gestiegene Inflationsrate in den USA. Viele Marktteilnehmer erwarten aus diesem Grund kein neues Notfall-Programm der FED. Umso größer wäre die Überraschung, wenn es doch dazu käme. Bis zu einem Ergebnis, mit dem um 20:15 Uhr deutscher Zeit zu rechnen ist, dürften sich die hektischen Bewegungen an den Märkten fortsetzen.

Absturz nicht gerechtfertigt

Der massive Absturz der internationalen Aktienmärkte hat nach Ansicht vom Wirtschaftsweise Peter Bofinger wenig mit der Entwicklung der Realwirtschaft zu tun. Die Aktienmärkte hätten zwar "die konjunkturelle Wende verschlafen und reagierten jetzt umso panischer", aber die fundamentalen Daten der Volkswirtschaft rechtfertigten keinen solchen Kurzsturz, so Bofinger.

Gefragtes Gold

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