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DAX: Lustloser Handel

Die deutschen Aktienmärkte sind am Freitag uneinheitlich in den Handel gestartet. Der DAX verliert gegen 09:15 Uhr 0,1 Prozent auf 6.466 Punkte. Der MDAX sinkt 0,1 Prozent auf 8.948 Zähler. Der TecDAX klettert dagegen 0,3 Prozent auf 710 Punkte. Investoren verabschieden sich zusehends von Premiere. EADS vertagt die Entscheidung zum Bau des neuen Langstreckenflugzeug A350.

Die deutschen Aktienmärkte sind am Freitag uneinheitlich in den Handel gestartet. Der DAX verliert gegen 09:15 Uhr 0,1 Prozent auf 6.466 Punkte. Der MDAX sinkt 0,1 Prozent auf 8.948 Zähler. Der TecDAX klettert dagegen 0,3 Prozent auf 710 Punkte. Investoren verabschieden sich zusehends von Premiere. EADS vertagt die Entscheidung zum Bau des neuen Langstreckenflugzeug A350.

Einzelwerte

Der europäische Luftfahrtkonzern EADS entscheidet entgegen der ursprünglichen Planung doch nicht an diesem Freitag über den Bau des neuen Langstreckenflugzeug A350. Nach Informationen der Financial Times Deutschland wurde die Sitzung des Verwaltungsrates kurzfristig abgesagt. Es gebe noch zu wenig konkrete Ergebnisse aus dem Sanierungsprogramm Power-8, mit dem die EADS-Tochter Airbus ihre Kosten deutlich senken will, hieß es. Aktien von EADS verlieren aktuell 1,4 Prozent auf 23,07 Euro.

Papiere von Premiere geben aktuell 1,3 Prozent auf 12,48 Euro ab. Investoren steigen zusehends bei dem Abosenders aus. Nun wird am Markt bereits über eine mögliche Krise bei Premiere spekuliert. In den vergangenen zwei Wochen haben die WestLB und Irish Bank ihre Premiere-Kredite zum großen Teil an Investmentbanken und Hedge-Fonds verkauft. Dies hat die Financial Times Deutschland von Londoner Marktteilnehmern erfahren. Die Banken nahmen dabei nach übereinstimmenden Angaben zweier Investmentbanken Preisabschläge zwischen zwei und fünf Prozent in Kauf. Dem Blatt zufolge bietet zurzeit zudem die Dresdner Bank ihren Premiere-Kredit am Markt an. Vor zwei Wochen hatte schon der Großaktionär Permira sein restliches Paket von rund sechs Prozent der Premiere-Aktien abgestoßen. Am Donnerstag meldete Premiere, dass Finanzchef Michael Börnicke und Programmvorstand Hans Seger 15 Prozent ihrer Aktien für rund 800.000 Euro verkauft haben. Sie halten nun noch 0,43 Prozent der Premiere-Anteile. Vorher waren es 0,5 Prozent. Grund für die Verkäufe der beiden Manager seien "private Interessen", teilte Premiere mit.

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