DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX: Die griechische Uhr tickt ...

Der DAX befindet sich weiter im Grexit-Modus. Dabei sorgen Gerüchte und Spekulationen rund um den griechischen Schuldenstreit für deutliche Kursausschläge – in beide Richtungen. Verlieren die Anleger nach dem schwachen Wochenstart heute endgültig die Geduld, oder kommt es zu einer Gegenbewegung?

Seit Tagen schon das griechische Schuldendrama die weltweiten Finanzmärkte in Schach. Dem Vernehmen nach sind die Verhandlungspartner weiter denn je von einer Einigung entfernt. Die Hoffnung auf eine rasche Lösung des Schuldenstreits mit Griechenland schwinde, schreibt das Handelsblatt. Stattdessen müssten die Anleger der Gefahr eines Abschieds der Griechen aus der Euro-Zone ins Auge blicken, „Griechenlands Finanzminister Varoufakis will beim Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg am Donnerstag keine neue Reformliste vorlegen“, sagt die Süddeutsche Zeitung. „Tsipras wirft der Troika „Jahre der Plünderei" vor, heißt es in der Welt.

Auch wenn es an Tagen wie diesen nur bedingt aussagekräftig ist: Was sagt die Charttechnik? „Aus charttechnischer Sicht dominiert ein intakter mittelfristiger Abwärtstrend – bisher sind jegliche Gegenbewegungen lediglich als Aufwärtsreaktionen zu klassifizieren“, so die charttechnische Analyse der DZ Bank. „Mit 10.865 Punkten wurde in der vergangenen Woche ein wichtiger Referenzpunkt markiert, da sich nur weniger Zähler davon entfernt – bei 10.850 Punkten – das wichtige 38,2-Prozent-Fibonacci-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung von Oktober 2014 befindet. „Daher sei es in den kommenden Tagen wichtig, dass der DAX dieses in der letzten Woche etablierte Tief nachhaltig verteidigen kann, so die Experten. „Gelingt dies, bleibt ein erneuter Vorstoß in Richtung der oberen Begrenzung des laufenden mittelfristigen Abwärtstrendkanals im Bereich um 11.600 bis 11.700 Punkte auf der Agenda.“

Setzt der heimische Leitindex dagegen seinen Abwärtstrend weiter fort, ist nach einem erneuten Rücksetzer bis 10.700 Punkten sogar ein Abrutschen bis zur 200 Tage-Linie bei aktuell 10.550 Punkten sehr wahrscheinlich.


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