DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX, Grexit und US-Leitzins: Alle Trends sind noch intakt, aber die Uhr tickt weiter

Die Achterbahnfahrt bei DAX und Co geht zwar weiter. Die Ausschläge sind jedoch nicht mehr so dynamisch wie in der vergangenem Tagen. Wegen der allzeit präsenten Griechenland-Krise und der am Abend anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank haben die Anleger eine abwartende Haltung eingenommen.

In Sachen Griechenland gibt es wenig Neues zu bereichten. Die wichtigsten Fragen und Antworten finden sie hier. In puncto US-Zinsen hatten zuletzt schwache amerikanische Konjunkturdaten Erwartungen geschürt, dass sich die US-Notenbank Fed mit der ersten Zinserhöhung seit der Finanzkrise Zeit lassen wird. Deshalb sind sich Volkswirte nahezu einig, dass die US-Notenbank auf ihrer Sitzung an diesem Mittwoch den Leitzins noch nicht anhebt. Vor allem die schwache Entwicklung der US-Wirtschaft zu Jahresbeginn sollte die Währungshüter von der Zinswende abhalten. Auch die weiterhin niedrige Inflationsrate spricht nicht für eine erste Leitzinserhöhung seit dem Jahr 2006. Allgemein wird nicht vor September mit einer Leitzinswende in den USA gerechnet.

Und was sagt die Charttechnik? „Das wichtige 38,2-Prozent-Fibonacci-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung von Oktober 2014 um 10.850 Punkte erfolgreich verteidigt werden. Hierdurch bleibt auch der längerfristige Aufwärtstrend noch signifikant intakt. Auf Basis des erfolgreichen Tests bleibt ein erneuter Vorstoß in Richtung der oberen Begrenzung des laufenden mittelfristigen Abwärtstrendkanals im Bereich um 11.600 Punkte auf der Agenda“, fasst die DZ Bank die charttechnische Situation beim DAX zusammen.

Spätestens morgen dürfte sich die Berg- und Talfahrt bei DAX und Co wieder beschleunigen. Für risikobewusste Anleger gibt es hier ein passendes Produkt. Für alle anderen gilt: Abwarten bis der griechische Knoten zerschlagen ist.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


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