DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX: Die Hoffnung stirbt zuletzt – wird der griechische Knoten heute zerschlagen?

Nicht nur draußen steigen die Temperaturen. Auch auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse dürfte es heiß her gehen. Dabei wird natürlich das Thema Griechenland die Schlagzeilen und den Verlauf des DAX beherrschen. Zudem schwappt zur Wochenmitte eine Flut an wichtigen Ereignissen über Anleger und Analysten hinweg.

Die internationalen Kreditgeber werden Griechenland an diesem Mittwoch ihr "letztes Angebot" für eine Vereinbarung zur Beilegung der Schuldenkrise vorlegen. Zugleich ist geplant, dass Ministerpräsident Alexis Tsipras mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel zusammentrifft. Dabei dürften noch einmal die Forderungen der Gläubiger und die abweichenden Vorstellungen der Athener Regierung diskutiert werden. Aber aus Sicht von EU-Vertretern muss Griechenland die vorgelegten Bedingungen akzeptieren, bestenfalls kleinere Änderungen seien noch möglich.

Damit soll Tsipras zu einer Einwilligung in das Paket bis Ende dieser Woche bewegt werden kann. Das würde dann das Aushandeln der letzten Details in der kommenden Woche auf Arbeitsebene möglich machen, sagen EU-Vertreter. Das wiederum würde es auch der Europäischer Zentralbank (EZB) ermöglichen, den griechischen Banken mehr Liquidität zur Verfügung zu stellen, die diese zum Ankauf von Schatzwechsel des Staates nutzen und so den finanziellen Druck von der Regierung nehmen könnten.

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Aber auch in Sachen Konjunktur steht heute einiges auf der Agenda. Am Vormittag wird mit den Einkaufsmanagerindizes eine wichtige Unternehmensumfrage aus dem Euroraum erwartet. Nachmittags verkündet der EZB-Rat nach seiner Zinssitzung neue Entscheidungen. Wichtige Beschlüsse werden zwar nicht erwartet. Allerdings dürften die Krise in Griechenland und neue Turbulenzen an den internationalen Anleihemärkten zur Sprache kommen. Aus den USA werden Wirtschaftszahlen vom Arbeitsmarkt und aus dem großen Dienstleistungssektor erwartet. Am Abend stellt die amerikanische Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht (Beige Book) vor.

Auf Unternehmensseite geht es hingegen weiter ruhig zu, nachdem die Berichtssaison ausgelaufen ist. Solange das Thema „Griechenland“ nicht vom Tisch ist, ist ein neuer Anlauf in Richtung des Allzeithochs um 12.390 Punkte erst einmal vom Tisch. Nach unten rücken die Unterstützungen bei 11.380 und 11.200 Zählern wieder in den Fokus. Die Volatilität wird in jedem Fall hoch bleiben.


(Mit Material von dpa-AFX)

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