DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX: Das bringt die Karwoche

Nach zwei aufregenden Handelswochen könnte die Karwoche etwas ruhiger verlaufen. Die Notenbanksitzungen sind Geschichte, die Earnings Season hat ihren Zenit längst überschritten. Der Fokus der Anleger dürfte jetzt auf neue Konjunkturdaten und den Euro gerichtet sein.

"Die Notenbanken scheinen zunehmend an Einfluss auf die Aktienmärkte zu verlieren", kommentieren die DZ-Experten die nur kurzlebigen Impulse der Europäischen Zentralbank (EZB) und auch von den US-Währungshütern für die Börsen. Die Notenbanken hätten "ihre Karten mehr oder weniger ausgespielt". Sie würden als Thema uninteressanter, betont Dirk Rogowski, Geschäftsführer der Fondsgesellschaft Veritas Investment. "Nun kommen wir zurück zu den eigentlichen Fakten, die Märkte bewegen. Und das sind nun einmal realwirtschaftliche Daten und Entwicklungen."

Ifo und ZEW am Dienstag

Am Dienstag stehen sowohl der Ifo-Geschäftsklima-Index als auch die europäischen Einkaufsmanagerindizes auf der Agenda. Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba rechnet hier mit einer Stabilisierung. Ebenfalls am Dienstag berichtet das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland. Später folgen die Einkaufsmanagerindizes für die US-Industrie.

Wichtig für die weitere Entwicklung von DAX & Co ist auch der Eurokurs. Ein zu starker Euro-Anstieg dürfte den exportorientierten DAX belasten und möglicherweise daran hindern, die 10.000-Punkte-Marke nachhaltig zu überwinden.

Mangel an technischen Impulsen

Technisch betrachtet befindet sich der deutsche Leitindex weiter in der Findungsphase. Auf der Oberseite warten Widerstände bei 10.000 und 10.060 Zählern (DER AKTIONÄR berichtete). Auf der Unterseite liegen Unterstützungen bei 9.900, 9.795 (Aufwärtstrend) und 9.581 Punkten. Für groß angelegte Käufe bedarf es einem Ausbruch über die Widerstandszone, vorher bietet sich etwas Zurückhaltung an.

(Mit Material von dpa-AFX)

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