DAX
- Jochen Kauper - Redakteur

DAX: Blick in die Glaskugel

Das Börsenjahr 2011 war eine einzige Katastrophe. Stand der DAX im Januar noch bei rund 7.000 Punkten, wird der deutsche Leitindex das Jahr bei rund 5.900 Punkte schließen. Macht eine Performance von minus 17 Prozent. Für 2012 sehen die Analysten endlich wieder Licht am Ende des Tunnels!

Zugegeben, das Jahr 2011 war eines der Schwierigsten überhaupt. Zumindest was den An- und Verkauf von Aktien betrifft. Der Deutsche Aktien Index wird das Jahr mit einem Minus von rund 17 Prozent beenden - und damit die Erwartungen und Prognosen vieler Anleger verfehlen.

Performance verhagelt

Kein Wunder, bestimmte doch die Schuldenkrise die letzten zwölf Monate: Erst kam Griechenland unter die Räder, dann Portugal und Irland, zuletzt wackelten auch noch Kernländer der Euro-Zone wie Italien oder Spanien. Die Privatanleger sehnen sich nach einem Jahr ohne dass Schuldenkrise, Gipfeltreffen oder die Euro-Rettung die Schlagzeilen bestimmen.

Optimismus für 2012

Zumindest blicken die Analysten wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Im Schnitt erwarten die Analysten den DAX bei 6.430 Punkten. Das würde einem Plus von rund neun Prozent entsprechen. Am weitesten lehnen sich die Experten der Postbank, der HSH Nordbank sowie Silvia Quandt Research aus dem Fenster. Während die Postbank den DAX bei 7.250 Punkten sieht, erwartet die HSH Nordbank den Leitindex bei 7.400 Zählern. Silvia Quandt Research traut dem DAX sogar einen Sprung auf 7.500 Punkte zu. Doch Vorsicht: Bereits 2011 zählte Ralf Grönemeyer von Silvia Quandt zu den unerschütterten Optimisten. Der Analyst prophezeite einen DAX von 9.000 Punkten.

Helaba gegen den Strom
2011 hatte wenige Experten den Mut sich gegen den Mainstream zu stellen. Markus Reinwand von der Helaba zählte dazu und sollte recht behalten. Reinwand sah ein schwieriges Börsenjahr voraus und schätzte einen DAX-Stand von 6.200 Punkten.

Mut zur Lücke

Zur Vorsicht mahnen lediglich die Analysten der Société Générale und Morgan Stanley. Während die SocGen ein abdriften des DAX auf 5.900 Punkte erwartet, rechnen die Experten von Morgan Stanley mit einem weiteren Abrutschen des DAX auf 5.400 Zähler.

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