DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX: Abstiegsplatz in Europa

Wäre der DAX ein Fußballverein, drohte ihm der Abstieg aus der europäischen Königsklasse. Mit einer Jahresperformance von 2,2 Prozent ist er von den etablierten Märkten einer der schlechtesten. Bloomberg Intelligence warnt vor einem Bruch des langfristigen Aufwärtstrends.

Der deutsche Aktienmarkt entwickelt sich von den Leitindizes in Europa mit am schlechtesten seit Jahresbeginn. Dies dürfte er auch den Rest des Jahres tun, warnt Heather Burke von Bloomberg und verweist auf die fehlenden Auftrieb in der Breite.

Der Anteil der DAX-Mitglieder, die sich oberhalb der 200-Tage-Linie bewegten, liege bei 50 Prozent und halte sich damit schon das gesamte Jahr unterhalb des Wertes für den Stoxx 600 (60 Prozent). Für Burke ist auch der langfristige Aufwärtstrend in Gefahr, der knapp unterhalb von 12.000 Punkten verläuft. Die Handelsängste, die großen Aktien-ETF-Abflüsse sowie zunehmende Leerverkaufspositionen bereiten Kopfschmerzen.

12.500/600 als wichtige Marken

Zum Handelsstart am Donnerstag notiert der DAX knapp oberhalb von 12.600 Punkten. Solange der Bereich zwischen 12.500 und 12.600 nicht unterschritten wird, gibt es auch keinen Anlass zur Beunruhigung. Ein Befreiungsschlag wäre ein Anstieg über die 200-Tage-Linie, die bei 12.756 Zählern verläuft. Am Mittwoch hatte der DAX die Marke kurzzeitig ins Auge gefasst, doch mit zunehmendem Tagesverlauf auch wieder aus den Augen verloren.

DER AKTIONÄR beobachtet die Situation weiterhin von der Seitenlinie. Genaueres erfahren Sie im aktuellen Heft 33/2018, das Sie hier bequem herunterladen können. Sinnvoller erscheint eine Investition an der Wall Street. Das empfohlene Hebelprodukt mit der WKN MF4ZR8 liegt schon 50 Prozent vorne.

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