Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Dauerbrenner Bayer-Aktie: Neues Allzeithoch und gute News

Die Aktie von Bayer gehört im Jahresvergleich zu den absoluten Top-Gewinnern im DAX. Mit einem Plus von gut 22 Prozent muss sich der Wert lediglich ThyssenKrupp, Merck und Fresenius knapp geschlagen geben. Und diese Performance ist keineswegs eine Eintagsfliege. Seit Jahren marschiert die Aktie nach oben. Noch Anfang 2003 notierte die Aktie bei rund zehn Euro, heute kostet ein Anteilschein 119,50 Euro, ein Kurszuwachs von mehr als 1.000 Prozent. Und auch das dürfte noch nicht das Ende der großen Story gewesen sein, sieht nicht nur der AKTIONÄR so. Auch die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Bayer wegen des guten Chance/Risiko-Verhältnisses zuletzt von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft. Das Kursziel hob Analystin Amy Walker von 113 auf 135 Euro an. Die Aktien des Pharmakonzerns seien zu günstig, um sie zu ignorieren, erläuterte Walker in einer Studie. Dies gelte insbesondere mit Blick auf das Unternehmenswachstum, das sich gut vorhersagen lasse. Kurstreiber sieht die Analystin in der Pipeline mit möglichen neuen Medikamenten sowie im Portfolio-Umbau. Im Zuge der geplanten Abspaltung der Kunststoff-Sparte MaterialScience trenne sich Bayer von einem schwankungsanfälligen Geschäft, das zudem die Gewinnmargen verwässere.


Zulassung beantragt
Derweil laufen die Geschäfte weiter nach Plan. Bayer will ein neues Mittel gegen die Bluterkrankheit in der EU auf den Markt bringen. Für BAY 81-8973 sei bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA ein entsprechender Zulassungsantrag bei Kindern und Erwachsenen gestellt worden, teilte die Bayer-Gesundheitstochter Bayer HealthCare am Donnerstag mit. In den kommenden Monaten solle auch die Zulassung für das Mittel in weiteren Ländern beantragt werden. Studien zeigten, dass das Mittel in der üblichen Dosierung Blutungen bei Patienten mit schwerer Hämophilie A sowohl bei zweimal wöchentlicher Gabe als auch bei dreimal wöchentlicher Gabe vorbeugen könne, erklärte Bayer. Bei Hämophilie A handelt es sich fast immer um eine vererbte Störung der Blutgerinnung. Sie ist die häufigste Form der Bluterkrankheit, bei der das Blutgerinnungsprotein Faktor VIII fehlt oder fehlerhaft gebildet wird.


Starkes Investment
DER AKTIONÄR teilt die positive Einschätzung von Morgan Stanley und empfiehlt die Gewinne weiter laufen zu lassen. Ein Stopp bei 102 Euro sichert die Position nach unten ab. 


(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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