Greiffenberger
- DER AKTIONÄR

Das Vier-Mädel-Haus

Dass es mit der deutschen Wirtschaft bergauf geht, ist kein Geheimnis mehr. Auch nicht, dass die Maschinen-und Anlagenbaubranche zu den Gewinnern zählt. Es wird erwartet, dass der Sektor im Jahr 2006 mit 155 Milliarden Euro einen Produktionsrekord verbucht hat. Im Jahr 2007 steht laut Branchenverband VDMA mit zwei Prozent ebenfalls ein kräftiges Wachstum an. Die Greiffenberger AG sollte davon profitieren, denn alle vier Teilkonzerne werkeln fleißig in der Branche mit.

Im Maschinenbausektor brummt es wie lange nicht mehr. Auch die Greiffenberger Holding arbeitet mit ihren vier Töchtern fleißig mit.

Dass es mit der deutschen Wirtschaft bergauf geht, ist kein Geheimnis mehr. Auch nicht, dass die Maschinen-und Anlagenbaubranche zu den Gewinnern zählt. Es wird erwartet, dass der Sektor im Jahr 2006 mit 155 Milliarden Euro einen Produktionsrekord verbucht hat. Im Jahr 2007 steht laut Branchenverband VDMA mit zwei Prozent ebenfalls ein kräftiges Wachstum an. Die Greiffenberger AG sollte davon profitieren, denn alle vier Teilkonzerne werkeln fleißig in der Branche mit. Mit einem Umsatzanteil von mehr als 50 Prozent ist ABM die gewichtigste Tochter des Greiffenberger Konzerns. In den ersten neun Monaten 2006 erlöste der Getriebe- und Elektromotorenhersteller rund 65 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einem Plus von über 15 Prozent. Auch Eberle konnte vor allem mit Metallbandsägeblättern zweistellig zulegen. Tochter BKP hingegen schaffte mit dem Geschäft rund um das Thema Kanalsanierung nur einen Zuwachs von rund acht Prozent.

Das Sorgenkind

Besonderes Augenmerk genießt derzeit der Teilkonzern Wiessner. Noch im Jahr 2005 steckte das ehemalige Sorgenkind in den roten Zahlen. Dank Restrukturierungsmaßnahmen steigen die Umsätze mit industrieller Prozesslufttechnik wieder und bald soll die schwarze Null erreicht werden. Vorstandsvorsitzender Heinz Greiffenberger möchte Wiessner zudem in eine Gemeinschaftsfirma einbringen, an der die Holding eine Finanzbeteiligung hält. Partner soll ein gut aufgestelltes Unternehmen der gleichen Branche sein. Die Vorteile der Aktion liegen unter anderem an der dann für Wiessner verbesserten, internationalen Vertriebsstruktur.

Gemeinsam stark

Für das inzwischen abgelaufene Geschäftsjahr 2006 plante das Quartett mindestens 166 Millionen Euro Umsatz, nach knapp 150 im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn soll dabei überproportional auf bis zu sieben Millionen Euro zulegen. Das hieße, der Gewinn je Aktie würde von drei auf rund acht Euro ansteigen. Einziger bilanzieller Wehrmutstropfen bleibt vorerst die geringe Eigenkapitalquote. Sie lag im Geschäftsjahr 2005 bei rund 18 Prozent. Vorstand Greiffenberger strebt mittelfristig die 30-Prozent-Marke an – dann sollen Börsianer auch wieder eine Dividende einstreichen.

Unglaublich günstig

Mit einem 2007er-KGV von 8 ist Greiffenberger ein echtes Schnäppchen an der Börse – trotz der Kursverdopplung im Jahr 2006. Der Deal mit Wiessner dürfte sich zudem positiv auf das Zahlenwerk des Unternehmens auswirken. Auch die Prognosen für den Gesamtkonzern stimmen zuversichtlich. Die marktenge Aktie sollte allerdings nur limitiert geordert werden.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 02/2007.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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