Roeder Zeltsysteme
- DER AKTIONÄR

Das Rennen geht weiter

Mit Tränen in den Augen verabschiedeten kürzlich die Schumi-Fans "ihren" siebenfachen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher aus dem aktiven Rennzirkus. Während Schumi endgültig aus dem Ferrari-Cockpit ausgestiegen ist, hat die im hessischen Büdingen ansässige Röder Zeltsysteme AG ihren Vertrag mit der Formel 1 vor wenigen Wochen verlängert.

Auf den ersten Blick eher langweilig, hat der Zeltverleiher Röder Zeltsysteme einiges zu bieten: eine günstige Bewertung und eine starke Substanz.

Mit Tränen in den Augen verabschiedeten kürzlich die Schumi-Fans "ihren" siebenfachen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher aus dem aktiven Rennzirkus. Während Schumi endgültig aus dem Ferrari-Cockpit ausgestiegen ist, hat die im hessischen Büdingen ansässige Röder Zeltsysteme AG ihren Vertrag mit der Formel 1 vor wenigen Wochen verlängert. Der weltweit tätige Vermieter von Zeltsystemen wird weitere drei Jahre Zelte, Mobiliar, Dekorationen und sonstige Serviceleistungen für die Formel-1-VIP-Lounge liefern.

Auf Erfolgskurs

Damit bleibt die Empfehlung des AKTIONÄRS aus Ausgabe 25/2005, die aktuell ein Plus von knapp 70 Prozent aufweist, auf Erfolgskurs. Nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen haben die Hessen im Geschäftsjahr 2005 ein Rekordergebnis eingefahren und dürften dieses im laufenden Jahr schon wieder toppen. Bereits im ersten Halbjahr kletterten die Umsätze um 24 Prozent auf 23,2 Millionen Euro. Das (bereinigte) EBIT stieg sogar um 36 Prozent auf drei Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2006 dürften etwas über 46 Millionen Euro durch die Bücher gehen, wobei mit einem Gewinn von 3,2 Millionen Euro zu rechnen ist. Einen maßgeblichen Beitrag dazu dürften Aufträge im Zusammenhang mit der WM 2006 leisten, deren Umsätze vor allem in das zweite Halbjahr fließen.

Expansion im Ausland

Das weitere Wachstum soll insbesondere durch internationale Expansion gesichert werden. Seit 2004 ist Röder Zeltsysteme in China aktiv, die Niederlassung liefert mittlerweile einen positiven Ergebnisbeitrag. Seit Anfang dieses Jahres sind die Hessen auch in Russland, in der Nähe von Moskau, mit einer Tochtergesellschaft vertreten. Vor allem osteuropäische Länder, aber auch zum Beispiel Indien sieht das Management als künftige Wachstumsmärkte, wo weitere Niederlassungen entstehen könnten. Schwierig gestaltet sich jedoch die Prognose von Umsatz und Gewinn. Da der Veranstaltungsmarkt nur schwer planbar ist, hält sich der Vorstand mit detaillierten Prognosen zurück. Mit regelmäßigen Events wie der UEFA Champions League oder der Formel 1 ist jedoch ein kontinuierlicher Einnahmestrom gesichert. Zudem profitiert Röder von steigenden Marketingbudgets der Unternehmen – es fließt wieder mehr Geld in Werbeveranstaltungen. Daneben dürften Großveranstaltungen wie die Olympiade 2008 in Peking beim Zeltverleiher für einen Umsatzschub sorgen. Für 2007 rechnet DER AKTIONÄR mit einem Umsatzwachstum auf 50,5 Millionen Euro und einem Gewinn von vier Millionen.

Günstig und substanzstark

Röder Zeltsysteme ist mit einem 2007er-KGV von 9 ein echtes Sonderangebot, zumal der Zeltverleiher mit einem Buchwert von über 28 Euro auch mit einer starken Substanz aufwarten kann. Die anstehenden Großveranstaltungen dürften dem noch weitgehend unbekannten Nebenwert Auftrieb verleihen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 47/2006.

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