- André Fischer - Redakteur

Das knappste Anlagegut

Silber 20090428

„Da im Jubeljahrzyklus 1917/1966/2015 die Aktienmärkte schlecht laufen, sollten Sie Ihren Cashanteil jetzt stark erhöhen. Der nächste Schritt: Angesichts der sich nahenden Energiekrise bietet sich ein Investment in Varta an. Der nächste Punkt: Im Jubeljahrzyklus ist der Silbersektor der mit Abstand beste Sektor („Im Jubeljahrzyklus überstrahlt Silber alles und wird zum Rennpferd“); der zweitbeste Bereich ist der Goldsektor.“

Einzigartige duale Nachfragestruktur

Diese Passage war auszugsweise im Aktienreport „Die Energierevolution“ vom 14. September 2018 zu lesen. Führen wir diese Überlegungen gemeinsam jetzt noch etwas weiter aus. Ein wichtiger Punkt ist, dass Silber gegenüber Gold mit einem handfesten Vorteil wuchern kann. Konkret: Silber ist sowohl ein lebenswichtiger Industrierohstoff als auch eine universelle Vermögensanlage (= Geld- und Anlagemetall). Damit kann es auf eine einzigartige duale Nachfragestruktur verweisen.

Beim Gold sieht die Sache anders aus, da heute weit über 90 Prozent der jemals geförderten Goldmengen noch vorhanden sind. Das liegt daran, dass Gold gehoben und anschließend gehortet wird. Silber hingegen wird gefördert und danach sofort verbraucht. Es ist dann größtenteils verloren.

Silber ist extrem knapp

Beim Silber besteht also für die nahe Zukunft jederzeit die Gefahr eines urplötzlich auftretenden schlagartigen Nachfrageschubs, der eine physische Knappheit auslösen kann. Der für Sie als Leser dieses Artikels lukrative Hebel des Silbers zum Finanzsystem ist demnach seine extreme Knappheit. Nie zuvor in der Geschichte war Silber derart knapp im Verhältnis zu den ausstehenden Krediten wie heute.

Stellen wir uns nun einen kurzen Augenblick vor, dass die Investmentnachfrage nach Silber quasi über Nacht enorm ansteigt. Was würde in einem derartigen fiktiven Szenario passieren? Ganz klar: Den kaufwilligen Investoren würden nur Silberbestände im niedrigen dreistelligen Millionen-Unzen-Bereich verbleiben. Das würde einem mickrigen Gegenwert von nur etwa zwei bis drei Milliarden Dollar entsprechen.

Die historische Kaufpanik

Im Klartext: Die etwa 100 bis 200 Millionen Unzen für Investmentzwecke verfügbaren Silberbestände wären innerhalb weniger Stunden aufgesaugt und zusammen mit dem für die Industrie bestimmten Silber schnell verschwunden. In diesem Szenario würde es sofort zu bedrohlichen Knappheiten im industriellen Bereich kommen. Hamsterkäufe in sämtlichen Sektoren wären die zwangsläufige Folge.

Da Silber in den meisten Anwendungsfeldern nicht substituierbar ist, würde selbst ein stark steigender Preis die industrielle Nachfrage kaum bremsen. Eines sollte daher klar sein: Kommt es in naher Zukunft (aus welchen Gründen auch immer) zu einem Anflug von Panik (Stichwort: Vertrauensverlust) und steigt nur ein verschwindend geringer Anteil der Weltbevölkerung massiv in Silber ein, dürfte es zu einer aus historischer Sicht beispiellosen Kaufpanik kommen. Sie sollten daher jetzt damit beginnen, einen Vorrat an Silbermünzen zu akkumulieren.

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