- DER AKTIONÄR

Zickzack-Kurs: DAX und Co kämpfen um wichtige Marken - wie kommt Europas Aktien-Elite durch die Krise?

Ölpreisverfall, Zinsangst und immer wieder die bange Frage: Was macht China? Die Sorge vor einer sich abkühlenden Konjunktur im Riesenreich lässt die Aktienkurse in Asien seit Wochen auf breiter Front abstürzen. Im Sog dieser Talfahrt, die sich trotz massiver Interventionen der chinesischen Zentralbank und der kommunistischen Regierungspartei zuletzt fortsetzte, taumeln auch Europas Börsen.

Kampf um die die 10.000er-Marke

Der deutsche Leitindex DAX etwa markierte noch im Frühjahr 2015 bei 12.390 Punkten einen Rekordstand. Doch mit der guten Stimmung ist es seit August endgültig vorbei. Zuletzt hatte der DAX schon Mühe, die Marke bei 10.000 Zählern zu verteidigen. Binnen kürzester Zeit lösten sich somit mehr als 18 Prozent Kursgewinn und damit etliche Dutzend Milliarden Euro regelrecht in Luft auf. Im restlichen Europa sieht es kaum besser aus: Der EuroStoxx-50-Index notiert etwa 16 Prozent unter seinen Höchstständen.

Wie schlagen sich Europas Top-Konzerne in der Krise

Wenn die Börsen beben, suchen viele Investoren ihr Heil typischerweise in Aktien von großen, multinational und konservativ agierenden Unternehmen. Die Überlegung dahinter: Die Multis bieten aufgrund ihrer Größe und Finanzkraft eine höhere Sicherheit gegen Kursverluste. Doch stimmt diese Einschätzung auch oder handelt es sich hierbei einmal mehr um Aberglaube? 

DER AKTIONÄR hat die 25 am Umsatz gemessen größten Unternehmen aus Europa herausgefiltert und die Performance seit Anfang August 2015 errechnet. Das Ergebnis überrascht und belegt: Größe allein schützt eben doch nicht vor Kursverlusten - auch nicht vor solchen, die richtig weh tun. 

 


Aktueller denn je: Das Ende des Euro

Das Ende des Euro

Autor: Saint-Étienne, Christian
ISBN: 9783942888998
Seiten: 160
Erscheinungsdatum: 09.01.2012
Verlag: Börsenbuchverlga
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

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Der Euro sollte die Entwicklung der EU zum einheitlichen Wirtschaftsraum befördern, ist jedoch aufgrund von konzeptionellen Fehlern gescheitert. Christian Saint-Étienne weist nach, dass sich die Eurozone nicht besser entwickelt hat als der Rest Europas oder des Westens und dass der Euro die Einheitlichkeit nur suggeriert, weil es an gemeinsamen Strukturen fehlt und jeder Staat seine eigenen Ziele verfolgt – dabei bleibt harte, fundierte Kritik an der Politik Deutschlands (und Frankreichs) nicht aus.

Saint-Étienne fasst drei Möglichkeiten für die ­Bewältigung der Krise ins Auge:

Föderalisierung der Wirtschafts-, Währungs- und Steuerpolitik – Schaffung einer „echten Eurozone“.
Fortsetzung der „Heftpflaster“-Politik, ein Rettungspaket nach dem anderen.
Das Zerbrechen des Euro nach dem Scheitern von 2., entweder „apokalyptisch“ oder „geordnet“, in Form zweier Euro-Währungen mit eigenen Zen­tralbanken in Frankfurt und Paris.

Auf den letzten zehn Seiten liefert Saint-Étienne Vorschläge für das Vorgehen Frankreichs angesichts des drohenden Endes des Euro – auch für deutsche Leser hochinteressant.

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