Daimler
- Maximilian Völkl

Daimler: Investition in Uber-Konkurrent – eine Einstiegsgelegenheit?

Im schwächeren Marktumfeld verliert am Montag auch die Daimler-Aktie an Boden. Nach den jüngsten Kursgewinnen hält sich der DAX-Titel aber noch über der 60-Euro-Marke. Um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben, baut der Konzern sein Engagement im Start-up-Bereich sogar weiter aus.

Rund 15 Millionen Euro hat Daimler erneut in den Internet-Limousinenservice Blacklane gesteckt. Bereits 2013 hatte der Autobauer erstmals einen Anteil in zweistelliger Höhe an dem Start-up erworben. Auch weitere bisherige Investoren haben sich an der neuen Finanzierungsrunde beteiligt, die dazu dienen soll, das weltweite Geschäft von Blacklane vor allem in Asien sowie dem Nahen und Mittleren Osten weiter auszubauen.

Blacklane setzt für seine Dienste keine eigenen Fahrzeuge ein, sondern greift auf ein Netzwerk an lokalen, professionell lizenzierten Fahrdiensten zurück. Der Konzern versteht sich dabei selbst nicht als direkter Uber-Konkurrent. „Uber ist ein klassischer Player – wir sind nicht im lokalen Taxigeschäft unterwegs und sehen uns eher als Teil der Reisekette“, so Gründer Jens Wohltorf zur gruenderszene. Dennoch dürfte Blacklane gerade in China nach der Fusion von Uber und Didi, die am Montag bekannt wurde, starke Konkurrenz erwarten.

Wichtiger Teil der Strategie

Bereits 500 Millionen Euro hat Daimler in den vergangenen Jahren in den Aufbau von Mobilitätsplattformen gesteckt. Im immer innovativer werdenden Autosektor dürfte sich dies in Zukunft noch auszahlen. Auf dem aktuellen Niveau bleibt Daimler ein attraktives Investment. Auch Neueinsteiger können zugreifen. Der Stoppkurs sollte rund 15 Prozent unter dem Einstieg platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

Das Tao des Kapitals

Autor: Spitznagel, Mark
ISBN: 9783864702945
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 03.03.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Regierungen, die überregulieren, Zentralbanken, die Wirklichkeiten am Markt verzerren. Der Investment-Ansatz der Österreichischen Schule meint seit 150 Jahren: Die Menschen verdienen etwas Besseres.
Er befürwortet sich selbst regulierende Märkte, in denen freie Menschen in einer freien Gesellschaft interagieren. Mark Spitznagel, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren unserer Tage, verbindet in »Das Tao des Kapitals« die zentralen Elemente des zeitlosen Investment-Modells »Privateigentum, freie Märkte, stabile Währung und eine liberale Gesellschaft« mit den Gedanken des Taoismus. So wie sich der Mensch im Taoismus an die Gegebenheiten anpassen soll, so sollte auch der Investor den Märkten freien Lauf lassen – und die Früchte seiner Geduld ernten. Spitznagel weist in seinem Ansatz des Austrian Investing den Weg.

 

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