Daimler
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Daimler greift in den USA an

Daimler will im Kompaktsegment Marktanteile gewinnen. Der Stuttgarter Konzern hat sich für den amerikanischen Markt sehr ehrgeizige Ziele gesetzt. Bei den Analysten von Goldman Sachs kommt der deutsche Premium-Autohersteller gut an, sie vergeben neu ein Conviction-Buy-Rating.

Der US-Automarkt ist 2012 der Hoffnungsträger vieler Autobauer neben den wichtigen Märkten in Asien. Wie im Rahmen der Detroit Motor Show deutlich wurde, herrscht wieder Optimismus: der Arbeitsmarkt erholt sich zusehends und der Bedarf, alte Autos auszutauschen, ist immens. Der Stuttgarter Premium-Hersteller Daimler hat vor diesem Hintergrund ehrgeizige Pläne in den USA.

22 Prozent Zuwachs geplant

Eine Kompaktwagenoffensive soll bei Daimler die Verkäufe in den USA über die Marke von 300.000 Fahrzeugen treiben. Das wäre ein Zuwachs von rund 22 Prozent. 2011 hatte Daimler in den USA 245.231 Fahrzeuge verkauft. Realistisch ist diese Größenordnung in zwei bis drei Jahren.

Der Verband der Automobilindustrie rechnet für 2012 mit weiterem Wachstum auf dem für die deutschen Hersteller wichtigen US-Markt. "Ich erwarte, dass der US-Automobilmarkt auch im Jahr 2012 auf Wachstumskurs bleibt", so Verbandspräsident Matthias Wissmann auf der Automesse in Detroit. Der US-Markt werde voraussichtlich um fünf Prozent auf 13,4 Millionen Einheiten zulegen.

Conviction Buy

Daimler bei den Analysten von Goldman Sachs wieder höher im Kurs. Die Aktie wurde in die vielbeachtete Conviction-Buy-Liste augenommen. Das Kursziel haben die Analysten von 63 auf 71 Euro angehoben.

Im frühen Handel schaffte die Aktie nach der Aufstufung ein Plus von 1,2 Prozent auf 38,10 Euro. Charttechnisch interessant wird es, wenn die horizontale Widerstandsmarke bei 40 Euro nach oben durchbrochen wird. Dann besteht Anschlusspotenzial bis zunächst 45 Euro. Mit Stopp bei 34,90 Euro kaufenswert.

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| Matthias J. Kapfer | 0 Kommentare

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