Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Daimler-Aktie: Vorsicht!?

Die Krise in der Ukraine zieht weitreichende Folgen nach sich. Am meisten wird die sich anbahnende Sanktionsspirale die Exportnation Deutschland treffen. Einem Zeitungsbericht zu Folge, denkt Russland jetzt sogar über ein Importverbot für Autos aus der EU und den USA nach. Für den Fall schärferer Sanktionen dieser Länder gegen Russland erwäge die Regierung in Moskau, die Einfuhr westlicher Fahrzeuge teilweise oder vollständig zu stoppen. Das berichtete die Zeitung "Vedomosti" in ihrer Montagausgabe. Welche Folgen könnte dies für die deutschen Autobauer haben?

Wie wichtig ist der russische Markt?
Der gesamte Markt für Premium-Autos umfasst knapp 7,3 Millionen Autos (Stand 2013). Der russiche Markt macht davon knapp 200.000 Autos oder 2,7 Prozent aus. Betrachtet man Daimler und auch BMW, so verkaufen die beiden Konzerne 3,0 beziehungsweise 2,5 Prozent der Autos in Russland. Von daher ist es wichtig, die Meldungen über mögliche Importbeschränkungen richtig einzuordnen.

Boden in Sicht
Die Daimler-Aktie sollte von den Diskussionen über mögliche Importbeschränkungen Russlands für Premium-Autos nicht beeinflusst werden. Ohnehin ist nicht davon auszugehen, dass Russland diesen Schritt gehen wird. Die Daimler-Aktie indes hat zwischen 57 und 60 Euro einen Boden ausgebildet. Auf diesem Niveau bieten sich auch wieder Käufe an. Langfristig bleibt das Papier ohnehin aussichtsreich.

 

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