Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Daimler-Aktie: Preismanipulationen in China- Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf

Chinesische Preiswächter haben nach Medienberichten Beweise für verbotene Absprachen von Daimler mit Mercedes-Händlern in der Provinz Jiangsu gefunden. "Der Fall von Daimler ist ein typisches Monopol, das seine beherrschende Position ausnutzt, um im Kundendienst die Preise für Ersatzteile und Wartung zu kontrollieren", sagte Direktor Zhou Gao vom Preisbüro der Provinz nach Angaben der Zeitung "Jinghua Shibao" vom Montag. Daimler in
Peking teilte lediglich mit, der Autobauer kooperiere in den Ermittlungen. Chinas Behörden ermitteln seit Wochen gegen mehrere ausländische Autohersteller und haben Bußgelder angekündigt.

Analyst sagt kaufen
Die Commerzbank hat die Einstufung für Daimler nach chinesischen Pressemeldungen über unerlaubte Preisabsprachen für Mercedes-Ersatzteile in China auf "Buy" mit einem Kursziel von 80 Euro belassen. Die Untersuchung bei Mercedes habe er erwartet, nachdem dies bereits bei Audi und mehreren japanischen Herstellern geschehen sei, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Montag. Solange dies nicht die Neuwagenpreise belaste, seien nur geringe Auswirkungen zu befürchten. Autoteile und Service-Leistungen machten nur einen kleinen Teil von Umsatz und Gewinn in China aus.

Boden in Sicht
Fakt ist aber, dass China noch riesiges Potenzial für die Autoindustrie bietet. Dass sich die hohen Renditen die die Autobauer derzeit im Reich der Mitte einfahren, nicht auf Dauer halten lassen, war von Experten ohnehin erwartet worden. Die Daimler-Aktie sollte von diesen Diskussionen nicht weiter beeinflusst werden. Zwischen 57 und 60 Euro hat sich ohnehin in den letzten Tagen ein Boden ausgebildet. Auf diesem Niveau bieten sich auch wieder Käufe an.

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