Daimler
- Maximilian Völkl

Daimler-Aktie: Hoffnungsträger China – so geht es weiter

Die Dieselgate-Affäre von VW hat die Daimler-Aktie in den vergangenen Monaten mit auf Talfahrt gezogen. Um wieder in die Erfolgsspur zu kommen, setzt der Autobauer auch in Zukunft auf den chinesischen Markt. Vertriebschef Ola Källenius sieht dort trotz der Abkühlung der Konjunktur noch viel Potenzial.

„Wir konnten die Dynamik des Vorjahres halten und sind auch in den ersten Monaten 2016 mit mehr als 30 Prozent gewachsen“, so Källenius im Gespräch mit dem Magazin BILANZ. Für das zweite Halbjahr verspricht er sich noch mehr Dynamik. Sorgen wegen der sinkenden Wachstumsraten müsse man sich um Daimler nicht machen. „Absolut gesehen wird China für uns in den nächsten Jahren der größte Wachstumsmarkt sein – selbst wenn es nicht immer gerade nach oben gehen wird.“

Bereits seit 2015 ist China der weltweit größte Markt des Autobauers. Im vergangenen Jahr wurden rund 370.000 Fahrzeuge verkauft. Zudem spielt das Thema Abgasskandal im Reich der Mitte eine viel kleinere Rolle als beispielsweise in den USA. „In China ist Diesel schlicht kein Thema. Der Diesel-Anteil an den Neuzulassungen liegt bei weit unter einem Prozent“, erklärt Källenius.

Ausbruch möglich

Die Daimler-Aktie hängt nach wie vor im Bereich der 60-Euro-Marke fest. Gelingt jetzt der Ausbruch aus dem Abwärtstrend, dürfte der Weg wieder nach oben führen. Anleger, die auf eine Erholung im Autosektor setzen wollen, können zugreifen. Der Stoppkurs des AKTIONÄR bei 55 Euro sollte aber beachtet werden.

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