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Daimler-Aktie: Anleger aufgepasst – Donnerstag Zahlen – Aktie kurz vor dem Break des Abwärtstrends

Am Donnerstagmorgen wird Daimler seine endgültigen Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Bereits vor wenigen Tagen gab der Autobauer vorläufige Zahlen bekannt. Dadurch wurde gleichzeitig die Fantasie der Anleger wieder angeregt. Zwar ließ der Konzern die Prognose unangetastet, übertraf aber beim operativen Gewinn die Erwartungen der Experten deutlich.

Auch die Aktie hat sich wieder aufgerappelt und steht kurz davon, den Abwärtstrend nach oben zu verlassen.

Donnerstag Zahlen

Wenn der Autobauer an diesem Donnerstag (21. Juli) seine vollständigen Zahlen für das zweite Quartal vorlegt, wird sich zeigen, wie viel Substanz hinter dem Erfolg steckt. Laut DZ-Bank-Analyst Michael Punzet liegen die vorab bekanntgegebenen Zahlen deutlich über den Schätzungen der Bank. "Allerdings ist es ohne weitere Details, wie beispielsweise Umsatzzahlen, kaum möglich, die Ergebnisqualität einzuschätzen", sagt er.
Im zweiten Quartal ist das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern konzernweit um knapp sechs Prozent auf 3,97 Milliarden Euro gewachsen. Im Auto- und im Lastwagengeschäft schrumpfte der Wert zwar leicht, vor allem der operative Gewinn beim Verkauf von Transportern und Vans verdoppelte sich aber fast.

Autosparte schlägt sich gut

Punzet bewertet den nur leichten Rückgang in der Autosparte als Überraschung. Die Analysten der Deutschen Bank vermuten, dass die operative Marge - also der Anteil des Gewinns am Umsatz - bei der Marke Mercedes-Benz bereits jetzt bei etwa zehn Prozent lag. Damit erscheine die Daimler-Prognose von leicht über zehn Prozent im Gesamtjahr realistischer. Im zweiten Halbjahr erhofft sich der Konzern mehr positive Effekte aus dem Verkauf der neuen E-Klasse.

Wird endlich der Abwärtstrend geknackt?

DER AKTIONÄR hat in 27/2016 für Daimler zwei Abstauberlimits bei 52,70 Euro sowie 50,80 Euro empfohlen! Das erste ging auf. Wer dadurch zum Zug kam, bleibt investiert und Sicherheit seine Gewinne mit einem Stopp auf Einstandsniveau ab. Auch auf dem aktuellen Niveau ist sowohl bei Daimler als auch bei BMW eine Anfangsposition durchaus vertretbar. Der Stoppkurs sollte auch hier zehn bis 15 Prozent unter dem Einstand gesetzt werden. Wird der Ausbruch der Daimler-Aktie aus dem Abwärtstrend bei 58,25 Euro bestätigt und ein neuer Aufwärtstrend etabliert, wird die Position prozyklisch ausgebaut.

 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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  • Dennis Pagel -
    Naja. Kaufsignal MACD, 1234 long, Turtle Trading Long, Candlestick Hammer und wie sie alle heißen. In meinem Empfinden richtet sich der Aktionär vorrangig an Kleinanleger, die mittelfristig investieren wollen. Echte Trader lesen doch nicht diese Internetseite oder? ;)
  • -
    Da kann ich mich nur anschließen, hinzu kommt, dass das Kaufsignal schon lange generiert wurde (MACD)
  • Dennis Pagel -
    Bei Daimler würde ich gar keinen Stoppkurs setzen. Daimler erzielt mit die beste Marge im pro abgesetztem Auto, hat sich früh zukunftsfähig positioniert und schüttet pro Jahr um die 5% Dividende aus. Kaufen, liegenlassen und ab und zu mal den Markt beobachten. Starre Stoppkurse sind und bleiben in meinen Augen Unsinn und brandgefährlich.

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