Daimler
- Marion Schlegel - Redakteurin

Daimler-Aktie unter Beschuss, Commerzbank gewinnt: Wo lohnt der Einstieg?

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Im Zuge der Schwäche des Gesamtmarkts ist in den vergangenen Wochen auch die Aktie von Daimler gehörig unter Druck geraten. Am Freitagnachmittag notiert das Papier 1,6 Prozent im Minus bei 56,81 Euro. Damit ist Daimler auch unter den Stopp des AKTIONÄR gerutscht und wurde mit einem Minus von 12,8 Prozent verkauft. Damit befindet sich die Daimler-Aktie am Freitag im Mittelfeld der DAX-Aktien. Nur ein Wert notiert im Plus, das aber auch nur marginal: Die Commerzbank gewinnt 0,1 Prozent auf 10,83 Euro.

Zweimal „Kaufen“
Auch wenn die Aktie von Daimler nun charttechnisch angeschlagen ist, bleibt sie dennoch eine der interessantesten Autobauer-Werte. Anleger können versuchen mit einem Abstauberlimit im Bereich von 52 Euro zum Zuge zu kommen. Langfristig dürften sich aber auch höhere Einstiegskurse durchaus auszahlen. Auch einige Analysten haben sich zuletzt positiv zur Daimler-Aktie geäußert. Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Daimler vor Zahlen zum dritten Quartal von 80 auf 78 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Mercedes-Benz-Sparte des Auto- und Lastwagenbauers dürfte ihre Gewinnspannen weiter ausweiten, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer Studie vom Donnerstag. Bei den Kostensenkungen komme das Unternehmen aber an das Ende seiner Möglichkeiten. Die Jahresprognose sollte Daimler in allen Sparten bestätigen.

Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Daimler von 83 auf 75 Euro ebenfalls gesenkt, die Einstufung aber auf auch "Kaufen" belassen. Der Autobauer habe erneut starke Absatzzahlen veröffentlicht, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Mittwoch. Rüzgar ist für die Aktie unverändert positiv gestimmt. Den größten Unsicherheitsfaktor sieht er derzeit auf dem europäischen Lkw-Markt. Die Daimler-Stärke in den USA sollte dies jedoch weitgehend kompensieren.

Milliarden-Deal in China
Zudem gibt es gute News im Geschäft mit China. Der Autobauer Daimler will seine Position in China mit einem neuen Milliarden-Deal festigen. Die Stuttgarter und ihr chinesischer Partner Beijing Automotive (BAIC) wollen am Freitag in Berlin eine Vereinbarung zum Ausbau der Kompaktwagen-Fertigung im Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz (BBAC) unterschreiben. Wie der DAX-Konzern mitteilte, sollen eine Milliarde Euro in die lokale Produktion weiterer Kompaktmodelle fließen. Die Summe ist Teil eines früheren Abkommens über Investitionen von insgesamt vier Milliarden Euro bis 2015.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Jochen Kauper | 0 Kommentare

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