Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Daimler: Morgan Stanley tritt auf die Bremse

Die Daimler-Aktie hinkt den Konkurrenten BMW und Audi weit hinterher. Zudem fehlen derzeit von Konzernchef Dieter Zetsche neue Impulse. Dazu kommt eine Herabstufung von Morgan Stanley. Die Daimler-Akte gerät erneut unter Druck.

Den Analysten fehlt es aus der Daimler-Konzernzentrale an neuen, frischen Impulsen. Analyst Stuart Pearson von Morgan Stanley steht derzeit einfach nicht auf die Aktie von Daimler.  Anlass genug, die Gewinnschätzungen für das kommende Jahr leicht nach unten zu revidieren. Pearson rechnet zudem mit einer Kürzung der Dividende für 2012 auf 2 und für 2013 auf 1,70 Euro je Aktie. Das aktuelle Kursziel sieht der Morgan Stanley Analyst bei nur noch 39 Euro.

Standspur

Einzig und alleine am rund drei Milliarden schweren Sparprogramm klammerten sich zuletzt noch viele Analysten fest. Dadurch will Daimler-Vorstand Dieter Zetsche den Autobauer wieder an die Konkurrenz heranführen. Kein leichtes Unterfangen, schließlich sind die Premium-Hersteller BMW und Audi mittlerweile weit davon geeilt. Was die Margen betrifft, so bringt es Daimler derzeit auf knapp neun Prozent. Mittelfristig peilen Zetsche und Co wieder zehn Prozent an. BMW und die VW-Tochter Audi sind Daimler hier meilenweit voraus. Beide bringen es derzeit auf Margen von fast 12 Prozent, Tendenz weiter steigend.

Kein Richtungswechsel in Sicht

Während BMW oder auch die VW-Aktie wieder zu höheren Kursen aufgebrochen sind, bewegt sich das Papier von Daimler noch immer in der Nähe der langfristigen Unterstützung von rund 35 Euro. Das sollte sich so schnell auch nicht ändern. Im Autobereich bleiben weiterhin die Aktien von BMW und Volkswagen die bessere Alternative.

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