Daimler
- Florian Westermann - Redakteur

Daimler: Mercedes tritt auf die Sparbremse

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes muss in den kommenden Jahren offenbar immense Kosten einsparen, um die Rentabilitätsziele zu erreichen. Die Rede ist von sechs Milliarden Euro bis 2017. Wie reagiert die Daimler-Aktie?

Die Daimler-Aktie ist mit leichten Gewinnen in den Tag gestartet. Die Talfahrt der vergangenen Tage scheint damit vorerst beendet zu sein. Zuletzt hat der Titel von einer Kaufempfehlung von Merrill Lynch profitiert.

Zum Wochebeginn steht indes ein Pressebericht im Blick, dem zufolge Mercedes immense Kosten einsparen muss, um die in Aussicht gestellten Rentabilitätsniveaus zu erzielen. Ab 2013 will der Autobauer eine Umsatzrendite von zehn Prozent erreichen und dieses Niveau im Durchschnitt über die Zyklen halten.

"Wir wollen die erwarteten Einkaufskostensteigerungen von sechs Milliarden Euro bis 2017 komplett ausgleichen", so Daimler-Vorstand Wolfgang Bernhard, zuständig für Einkaufs- und Produktion, laut der Automobilwoche. Die höheren Kosten entstünden insbesondere durch Technologien zur CO2-Einsparung, durch die Verteuerung des Rohmaterials sowie die höherwertige Ausstattung der Fahrzeuge. Um dem gegenzusteuern setze Mercedes auf eine Ausweitung der Modulstrategie sowie auf eine Reduzierung der Fahrzeugarchitekturen. Demnach soll es ab 2015 nur noch eine Architektur für heck- und eine für frontgetriebene Modelle geben. Heute werden vier Basis-Architekturen genutzt.

Aktie mit Potenzial

DER AKTIONÄR hält an seiner positiven fundamentalen Einschätzung zur Daimler-Aktie fest. Anleger können angesichts der üppigen Dividendenrendite und der günstigen Bewertung weiterhin bei dem DAX-Wert zugreifen. Das langfristige Kursziel lautet 60 Euro.

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