Daimler
von Jochen Kauper - Redakteur

Daimler: Europäischer Automarkt geht weiter in die Knie – und trotzdem wird die Aktie steigen

Die Daimler-Aktie hat sich von ihren Tiefständen zuletzt wieder deutlich abgesetzt. Was die Margen betrifft, so hinkt der Autobauer der Konkurrenz zwar noch weiter hinterher, Konzernchef Dieter Zetsche hat die Aufholjagd aber längst eingeleitet. Wie viel Potenzial steckt noch in der Daimler-Aktie?

Die Talfahrt geht weiter. Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist im Monat November weiter eingebrochen. Mit 140.128 Fahrzeugen sind in der Europäischen Union 18,5 Prozent weniger Nutzfahrzeuge neu zugelassen worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das teilte der europäische Branchenverband ACEA am Donnerstag mit. Dabei mussten erneut alle großen Märkte Rückgänge verbuchten. In Deutschland hielt sich der Rückgang mit minus 13,6 Prozent noch einigermaßen in Grenzen. Dagegen traf es die Nfz-Hersteller in Portugal (-45,7 Prozent), Spanien (-25,1 Prozent) und Italien (-27,5 Prozent) besonders hart.

Neue Studie

Begrenzt sei daher auch das Aufwärtspotenzial für die Aktie von Daimler, so zumindest lautet das Urteil von JPMorgan. Die Experten haben die Aktie von Daimler mit "Neutral" und einem Kursziel von 46 Euro in ihre Berichterstattung aufgenommen. Der Autobauer verfüge zweifellos über ein robustes Geschäft, jedoch dürften die Risiken in der Steuerung des Konzerns im kommenden Jahr zunehmen, so die Begründung.

Gegenlenken

Sicherlich steht Daimler-Chef Dieter Zetsche derzeit gehörig unter Druck. Die Konkurrenten BMW sowie die VW-Tochter Audi sind in den letzten Monaten weit enteilt. Dennoch hat man in Stuttgart längst Gegenmaßnahmen eingeleitet. Vor wenigen Wochen hat der Daimler-Vorstand ein milliardenschweres Sparprogramm beschlossen. Zudem wird man in China den Vertrieb neu ordnen.

Interessant

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