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Daimler: China hilft - Aktie endlich wieder im Aufwärtstrend

Bei den Premium-Autobauern fahren Audi und BMW dem Branchenprimus Daimler weiter hinterher. Während alle drei Hersteller im ersten Quartal Absatzrekorde feierten, setzte Daimler von seiner Kernmarke Mercedes-Benz nicht nur absolut mehr Fahrzeuge ab als seine Rivalen. Der Abstand zu seinen Verfolgern wurde sogar noch größer, wie seit den am Dienstag veröffentlichten Zahlen von BMW und Audi feststeht. Dabei konnte die VW -Tochter trotz des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen beim Absatz insgesamt weiter zulegen.
In den ersten drei Monaten des Jahres setzte Audi 455.750 Wagen ab und damit 4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich war der März mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 186.100 verkaufte Autos den Angaben zufolge der beste Monat der Unternehmensgeschichte.

Rekorde über Rekorde
BMW setzte im März erstmals mehr als 200.000 Autos mit dem weiß-blauen Logo ab. Im ersten Quartal kam die Marke BMW auf 478.743 verkaufte Autos, ein Plus von 6 Prozent und ebenfalls ein Rekordwert. Die Verkäufe von Daimlers Kernmarke Mercedes-Benz zogen im ersten Quartal sogar um 12,6 Prozent auf den neuen Spitzenwert von 483.487 Autos an. Damit konnten die Schwaben ihren Abstand zum Verfolger BMW auf mehr als 4700 Autos vergrößern. Bei den Kompaktmodellen wurde Mercedes über ein Viertel mehr Autos los als im Vorjahreszeitraum. Dabei legte Mercedes in Europa um 12,4 Prozent zu, in Deutschland zogen die Verkäufe um knapp 7,9 Prozent an. In den USA sank der Absatz um 3,1 Prozent. Kräftig aufwärts ging es in China: Dort steigerte Mercedes die Verkäufe um 36,4 Prozent.

Daimler-Aktie klettert

Die guten Daten aus China halfen allen voran den Autoaktien wieder auf die Sprünge. Das Wachstum des chinesischen Automarkts hat sich im März dank der anhaltenden Steuererleichterungen und Rabattaktionen einiger Hersteller wieder etwas beschleunigt. Die Zahl der verkauften Autos sei um 7,8 Prozent auf 1,92 Millionen Stück gestiegen, teilte der Branchenverband PCA in Peking mit. Für das erste Quartal ergibt sich damit ein Plus von 6,8 Prozent. Damit liegt der weltgrößte Automarkt auf Kurs, die vom staatlich gestützten Verband CAAM aufgestellte Prognose eines Wachstums von 6 Prozent zu erreichen.

Aufwärts

Auch die Aktie hat sich durch die guten Zahlen aus China anstecken lassen und wieder den Weg nach oben eingeschlagen. Die Marke von 60 Euro hat sich dabei erneut als wichtige Unterstützung gezeigt. Der nächste Widerstand wartet jetzt bei 65,00 Euro. Hier verläuft die 38-Tage-Linie. Im Anschluss ist der Weg bis 67,50 Euro frei.

 

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