Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Daimler, BMW und VW: Was sagen Zetsche, Müller und Krüger zu Donald Trump?

Die Chefs der großen deutschen Autobauer haben sich zurückhaltend zum Wahlsieg von Donald Trump geäußert. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte am Mittwoch auf dem Branchenkongress "Autogipfel" des "Handelsblatts" in München, eine "gehörige Portion Skepsis" sei jetzt nach dem Ausgang der US-Wahl vorhanden. Wahlkämpfe beschrieben aber nur begrenzt, was man nach der Wahl zu erwarten habe, sagte er.

Auch Müller ist skeptisch

"Ich hoffe natürlich erstmal, dass das Wahlergebnis sich jetzt nicht noch nachteiliger auf den Volkswagen -Konzern auswirkt", sagte VW -Chef Matthias Müller angesichts der Rechtsstreitigkeiten in den USA rund um manipulierte Diesel-Abgastests. Ein Jahr lang habe man sehr konstruktiv mit den US-Behörden zusammengearbeitet. BMW -Vorstandschef Harald Krüger sagte, es gelte abzuwarten, wie die Außen- und Wirtschaftspolitik unter Trump aussehen werde. Alle großen deutschen Autokonzerne lebten vom offenen Welthandel.

Wichtiger Markt

Fakt ist: Die Vereinigten Staaten sind vor Frankreich und Großbritannien der wichtigste Abnehmer deutscher Exporte. Die Bundesrepublik lieferte 2015 Waren im Wert von knapp 114 Milliarden Euro in die USA - fast zehn Prozent aller deutschen Ausfuhren. Die USA sind nach China der wichtigste Automarkt der Welt. 2016 rechnen Experten mit 17,5 Millionen neu verkauften Autos. Trump könnte versuchen – oder wird versuchen – Handelshemmnisse aufzubauen. Das hat er seinen Wählern versprochen. „Damit sind die Autobauer mit US-Fabriken auf der Gewinnerseite. Davon profitieren ganz klar GM, Ford, Fiat-Chrysler. Aber BMW und Daimler haben wichtige Werke dort, während der VW-Konzern eher außerhalb der US – in Mexiko oder in Latein Amerika – seine Werke hat.  Also die Deutschen werden nicht alle die großen Verlierer“ , sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut.

  

 

Daimler und VW – Aufwärtstrend ist dahin

Anleger sollten sich durch die enorme Volatilität der deutschen Autowerte derzeit nicht aus der Ruhe bringen lassen. Bereits am Mittwoch haben sich die Papiere von den starken Verlusten von über sechs Prozent zur Handelseröffnung wieder erholt. 

 

 

BYD bleibt spannend

Eine interessante Chance ist und bleibt BYD.  Am Mittwoch fiel das Papier aufgrund des Wahlausgangs in den USA ebenfalls deutlich zurück. Jedoch ist BYD anders wie VW oder Daimler auf die Herstellung von Elektroautos fokussiert. BYD ist mit seinen Verkaufsschlagern Qin und Tang Marktführer in China und wird vom weiteren Ausbau der E-Autos profitieren. Hinzu kommt eine eigene Batterieproduktion, wodurch sich Synergieeffekte ergeben. Anleger nutzen Kurse unter 6,00 Euro stellen einen Fuß in die Tür.

 

  

 

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