Curasan
- Markus Bußler - Redakteur

Curasan: "Verzehnfachung der Umsätze bis 2018“

Curasan-Vorstand Hans-Dieter Rössler sieht in einem neuen Produkt einen "Millionen Seller". Anlegern prognostiziert er einen "intensiven und inhaltsreichen Newsflow" seines Unternehmens.

Wichtiger Meilenstein in den USA: Curasan hat die FDA-Zertifizierung für das synthetische Knochenregenerationsmaterial Osseolive Dental erhalten. Das resorbierbare Material wird zur Auffüllung von Knochendefekten und bei Knochenfusionen in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Zahnheilkunde eingesetzt. Curasan-Vorstand Hans-Dieter Rössler sieht in dem Produkt einen "Millionen Seller".

DER AKTIONÄR: Herr Rössler, Curasan hat die FDA-Zertifizierung und damit die Erlaubnis für den Vertrieb von Osseolive  Dental erhalten. Wo kommt dies zum Einsatz und wo liegen die Vorteile des patentgeschützten Produktes im Vergleich zu Konkurrenzprodukten?

Osseolive ist speziell für große und komplizierte Knochendefekte entwickelt worden, z. B. bei stark atrophiertem (reduzierten) Kieferknochen oder bei großen implantatgetragenen Zahnversorgungen. Osseolive ist hochporös und trotzdem von enormer Stabilität. Es ist aufgrund seiner Zusammensetzung bioaktiv, d. h. es erlaubt Knochenzellen rascher und zahlreicher an das Material anzudocken und es zu besiedeln. Als Ergebnis zeigt sich eine qualitativ und quantitativ verbesserte Knochenneubildung.

Osseolive Dental wird über den Vertriebspartner Zimmer Dental vermarktet. Welche Umsatz- und Ergebnisbeiträge versprechen Sie sich von diesem Produkt?

Zimmer wird in wenigen Monaten mit dem Vertrieb des Osseolive in USA, Europa und ausgewählten weiteren Ländern beginnen. Osseolive wird im Dentalmarkt zu einem sogenannten "Million Seller" werden.

Wie wirkt sich eine Verschärfung des Zulassungsprozesses für den US-Markt durch die FDA auf Curasan aus?

Wir müssen für die Vielzahl unserer Produktentwicklungen teure und zeitaufwendige Labor- und Tierstudien erstellen und deswegen im Schnitt  Verzögerungen von etwa zwei Jahren in Kauf nehmen. Die höheren Kosten und später einsetzenden Erträge belasten das Ergebnis und erfordern zusätzliche Liquidität.

Kommen wir auf das vergangene Jahr zu sprechen. Wie fällt Ihr erstes Fazit für 2012 aus? Wie zufrieden sind Sie mit dem operativen Abschneiden?

Gemessen an den Umständen können wir zufrieden sein, da wir zwar wegen des Ausfalls der mit Stryker Europe vereinbarten Umsätze, eines langsameren Anlaufens der Vertriebskooperation mit Zimmer Dental und geringeren Umsätzen im Segment Lohnfertigung die geplanten Umsätze nicht erreichen konnten, aber trotzdem im Ergebnis besser abschneiden werden als geplant.

Mit welchen Erwartungen sind Sie ins Geschäftsjahr 2013 gestartet?

Aufbauend auf die in 2012 gelegte Basis wollen wir ehrgeizige Umsatzziele bei straffem Kostenmanagement in 2013 realisieren.

Welchen Newsflow dürfen Ihre Anleger in den kommenden Monaten erwarten?

Die Anleger können mit einem intensiven und inhaltsreichen Newsflow rechnen, der ja vor wenigen Tagen begonnen hat und sich kurzfristig fortsetzen wird.

Kommen wir abschließend auf Ihre mittelfristigen Ziele zu sprechen: Wo sehen Sie Curasan in fünf Jahren?

In 2018 werden wir bereits die ersten erfolgreichen Jahre im weltweit größten Markt für unsere Produkte, den USA,  erreicht haben und der Umsatz vom letzten Jahr sollte sich bis dahin,  bei einer überdurchschnittlichen Umsatzrendite, etwa verzehnfacht haben.

Herr Rössler, vielen Dank für das Interview.

Hintergrund: Curasan hatte in den ersten neun Monaten 2012 einen Umsatz von 2,2 Millionen Euro erzielt. Der Verlust lag bei 2,3 Millionen Euro. Die nahezu schuldenfreie Fima verfügte zuletzt über liquide Mittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt rund 21 Millionen Euro.

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