Rio Tinto
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Crash bringt Cash: 80 Prozent Plus mit Rio-Tinto-Short

Antizyklisches Investieren zahlt sich aus. Der Put auf den britisch-australischen Bergbaukonzern liegt mittlerweile deutlich im Plus. Auch die Probleme Chinas belasten. Charttechnisch gibt es keinen Grund, jetzt schon Gewinne mitzunehmen.

Wird China satt? Der Rohstoffhunger des Riesenreiches hatte Bergbaukonzernen jahrelang Rückenwind verliehen. Doch nun zeichnet sich eine Verlangsamung der Zuwachsraten ab. Goldman Sachs erwartet etwa 2013 nur noch 7,4 nach zuvor 7,8 Prozent Wachstum. Auch aktuelle Berichte über Engpässe chinesischer Banken belasten.

Insbesondere ein Abflauen des Immobilienbooms würde zu einer sinkenden Nachfrage nach Stahl und Eisenerz (eine wichtige Gewinnquelle für Rio Tinto) führen. Analyst Gordon Johnson sagte schon im März zum AKTIONÄR: "In China ist eine gewaltige Bau-Blase entstanden. Und diese Blase platzt gerade". 2011 machte China satte 60 Prozent der weltweiten Nachfrage nach dem Stahl-Rohstoff Eisenerz aus. 30 Prozent der chinesischen Stahlnachfrage wiederum sind auf den Bau von Gebäuden zurückzuführen.

Rio Tinto versucht derweil durch Verkäufe seine Bilanz zu stärken. Erst Mitte Juni wurde der Verkauf des Eagle Projektes (Kupfer-Nickel-Mine) für 325 Millionen Dollar gemeldet. Mehrere weitere De-Investment sind angekündigt.

Gewinne laufen lassen!

DER AKTIONÄR geht weiterhin von Gegenwind im Rohstoffsektor aus. Der in Ausgabe 12/2013 emopfohlene Put auf Rio Tinto liegt aktuell 81 Proznet im Plus. Der Scheint mit der WKN BP6 5GL kann weiter gehalten werden. Denn auch charttechnisch ist Rio Tinto deutlich angeschlagen, eine Bodenbildung nicht erkennbar. Johnson sagte bereits im März: „Ich bin extrem bearish für den Stahlsektor. Dieser Trade könnte dieses Mal sogar noch viel bedeutender werden als der gegen den Solarsektor!"

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