Constantin Medien
- Michel Doepke - Volontär

Constantin Medien: Einstiegschance nach Korrektur

Dauer-Streit zwischen zwei Großaktionären, eine nicht beendete Hauptversammlung und jetzt ermittelt laut Medienberichten die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) wegen zu spät gemeldeter Insidertransaktionen.

Hauptversammlung vertagt

Nachdem die Papiere Anfang Juli ein neues Jahreshoch bei 2,82 Euro markieren konnten, rutschten die Anteile von Constantin Medien auf 2,05 Euro ab. Auslöser für die Konsolidierung war in erster Linie die kuriose Hauptversammlung, die nach 14 Stunden nicht zum Ende gebracht werden. Ursache dafür waren laut Konzernaussagen zu viele Anträge und Tagesordnungspunkte.

Burgener vs. Hahn

Seit längerem droht jedoch der Streit vom ehemaligen Constantin-Chef Bernhard Burgener (Vertreter einer Interessengemeinschaft mit insgesamt 29,3 Prozent der Anteile) und Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hahn (Chef einer Beteiligungsgesellschaft, der mittlerweile 29,7 Prozent der Aktien hält) zu eskalieren. Die beiden Großaktionäre stehen für unterschiedliche strategische Ausrichtungen der Filmabteilung von Constantin Medien.

Medienberichten zufolge habe sich der aktuelle Vorstand von Constantin Medien um Fred Kogel mit mehreren Schreiben an die BaFin gewendet. Der Vorwurf: Burgener habe meldepflichtige Aktiengeschäfte zu spät gemeldet und das Burgener-Lager hätte sich unerlaubter Weise abgestimmt, um gezielt Einfluss auf die Strategie des Medienunternehmens zu nehmen.

 

Trotzdem auf Kurs

Unbeeinflusst von den Streitigkeiten konnten im August starke Halbjahresergebnisse vorgelegt werden. Das KGV beläuft sich auf günstige elf für das Jahr 2017. Dennoch sorgt der Zwist der beiden Großaktionäre für Irritationen. Doch ein Rangeln um die Macht um Aktienanteile hat auch positive Auswirkungen. Investierte Anleger bleiben mit einem Stopp bei 1,85 Euro dabei. Neueinsteiger sollten den Sprung über die 200-Tage-Linie abwarten.


 

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