Constantin Medien
- Michel Doepke - Volontär

Constantin Medien: Hauptversammlung erneut eskaliert

Nach monatelangem Machtkampf um die Zukunft des Medienkonzerns Constantin Medien haben die Aktionäre vergangene Woche auf der vertagten Hauptversammlung einer Neuausrichtung zugestimmt. Die Filmsparte soll verkauft und der Fokus auf Sport- und Veranstaltungsmarketing gelegt werden.

Aktionäre stimmen pro CEO Kogel und Hahn

Schon lange droht ein Streit zwischen den beiden Großaktionären Dieter Hahn und Bernhard Burgener zu eskalieren. Beide Parteien halten um die 30 Prozent an Constantin Medien (Burgener vertritt eine Interessengemeinschaft). CEO Fred Kogel verfolgt die Strategie, die auch Hahn fordert: Den Verkauf der Filmabteilung und somit die Fokussierung auf die Bereich Sport- und Veranstaltungsmarketing. Auf der letztwöchigen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre diesem Vorschlag zu.

Als Verlierer steht nun Burgener da, der unbedingt an der Filmabteilung festhalten wollte. Jedoch hat der Verlauf der Versammlung einen faden Beigeschmack. Burgener wurde vor der Abstimmung ausgegrenzt – im Juni habe es eine falsche Stimmrechtsmitteilung gegeben. Angeblich habe Burgener im Sommer mehr als 30 Prozent aller Aktien besessen. Somit wäre ein Übernahmeangebot fällig geworden.

Wegen diesen Vorfällen droht nun ein gerichtliches Verfahren. Möglicherweise muss erneut eine Hauptversammlung stattfinden. Diese Unsicherheit belastet die Papiere von Constantin Medien massiv. Am Tag nach der zweiten Hauptversammlung dieses Jahres brach die Aktie um rund acht Prozent ein und rutscht unter den Stopp bei 1,85 Euro.

Bodenbildung abwarten

Fundamental befindet sich der Medienkonzern weiterhin auf Kurs – Constantin Medien ist mit einem KGV von zehn für 2017 äußerst günstig bewertet. Allerdings sorgt der anhaltende Streit zwischen Burgener und Hahn für anhaltende Irritationen. Die Aktie gehört nach oben auf die Watchlist.

 


 

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