Conergy
- DER AKTIONÄR

Conergy - "back in black"

Das Solarunternehmen Conergy ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt, nachdem für die ersten drei Monate noch ein Verlust ausgewiesen werden musste. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand die Prognosen von 800 Millionen Euro beim Umsatz und 40 Millionen Euro beim Gewinn. Der Aktienmarkt zeigte sich von den Nachrichten wenig beeindruckt, mit den Papieren ging es abwärts.

Das Solarunternehmen Conergy ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt, nachdem für die ersten drei Monate noch ein Verlust ausgewiesen werden musste. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand die Prognosen von 800 Millionen Euro beim Umsatz und 40 Millionen Euro beim Gewinn.

Der Aktienmarkt zeigte sich von den Nachrichten wenig beeindruckt, die Papiere verloren bis zum späten Vormittag mehr als sieben Prozent auf 42,75 Euro. Unklarheit herrscht unter den Marktbeobachtern darüber, ob die Verkäufe als „Sell the facts“ zu werten seien, oder die Investoren vielleicht ein besseres Ergebnis erwartet hatten.

Umsatzsprung

Grund zum Klagen besteht eigentlich nicht: Conergy meldete für das zweite Quartal einen Umsatzanstieg gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 50 Prozent auf 158,7 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 155,5 Millionen kalkuliert. Das Nettoergebnis von 5,0 Millionen Euro lag leicht unter der Konsensschätzung. Das erste Halbjahr gilt im Anlagenbau traditionell als eher schwach. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Konzern nun mit einem Anziehen der Nachfrage. Entsprechend hat sich Conergy größere Mengen an Solarsilizium gesichert und die Mitarbeiterzahl auf 1.091 mehr als verdoppelt.

Analysten skeptisch

„Conergy hat im ersten Halbjahr hohe Investitionen getätigt“, so Thomas Bergmann, Redakteur bei DER AKTIONÄR, „und das hat die Ergebnisseite belastet.“ Das Unternehmen sei gut positioniert, um von der erwarteten steigenden Nachfrage zu profitieren, dennoch will Bergmann zum jetzigen Zeitpunkt nicht zum Kauf empfehlen. „Wer investiert ist sollte seinen Stopp nachziehen. Ein Neueinstieg drängt sich derzeit aufgrund der üppigen Bewertung von Conergy nicht auf.“

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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