Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Wird es doch knapp beim Stresstest?

Im Oktober wird es ernst. Dann veröffentlicht die EZB die Ergebnisse des Banken-Stresstests. Offenbar muss man sich doch Sorgen um die Commerzbank machen, meinen zumindest die Analysten von Mediobanca. Die Commerzbank-Aktie steht am Dienstag unter Druck.

Die Experten von Mediobanca befürchten, dass die Commerzbank den Stresstest nicht bestehen wird. Die harte Kernkapitalquote liege nur bei 5,1 Prozent, heißt es. Die Commerzbank müsse weiter Risikopositionen abbauen – unter anderem große Immobilien- und Schiffskredite.

Keine große Gefahr

In der vergangenen Woche hatte JPMorgan deutlich optimistischer geklungen. Die US-Großbank sieht keine große Gefahr für Europas Kreditinstitute bei den laufenden Stresstests. Sie erwarten auf Basis der ihnen vorliegenden Daten, dass keine Bank durchfallen wird. Die Experten spielten für ihre Studie den Stresstest der Aufseher für 34 Institute durch. Trotz des angenommenen harschen Wirtschaftseinbruchs mit einem Verfall der Immobilienpreise rutschte dabei keine Bank unter die Mindestkapitalquote von 5,5 Prozent.

Sind die Banken gut gerüstet?

Beim Stresstest werden die Bilanzen der Banken auf Herz und Nieren geprüft. Europas Bankenaufseher suchen mögliche Altlasten oder Kapitallöcher. Im Stresstest müssen Banken beweisen, dass sie auch unter widrigen Umständen - Wirtschaftseinbruch und Absturz der Immobilienpreise - ausreichend Kapital haben, um ihr Geschäft fortzuführen. Auf Verbraucher übertragen könnte der Test so aussehen: Reichen Einnahmen, Ersparnisse oder Versicherungsschutz auch dann, wenn Auto und Waschmaschine gleichzeitig kaputtgehen, der Arbeitgeber pleitegeht und man erst im nächsten Jahr einen neuen Job findet?

Kursziel: 14 Euro

Die Anleger reagieren am Dienstag gelassen auf die Studie. Die Aktie verliert gerade mal 0,6 Prozent. DER AKTIONÄR sieht bei der Commerzbank derzeit mehr Chancen als Risiken und bleibt bei seiner Kaufempfehlung für die Aktie. Das Kursziel lautet auf 14 Euro, der Stopp sollte auf 9,80 Euro angehoben werden.

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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