Commerzbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank will jetzt selbst zukaufen

Während die Commerzbank in vielen Bereichen abspeckt und zuletzt immer wieder als Übernahmekandidat gehandelt wurde, will sie nun offenbar ihr Investmentbankingsegment stärken. So sollen die Frankfurter einem Medienbericht zufolge zu den Interessenten einer Sparte der britischen Großbank RBS gehören.

Wie das Handelsblatt berichtet, zählt die Commerzbank zusammen mit den französischen Großbanken BNP Paribas und Societe Generale zu den Interessenten an Teilen beziehungsweise der gesamten RBS-Sparte für strukturierte Retail-Produkte und Aktien- Derivate. Die Credit Suisse und JPMorgan sollen sich demnach ebenfalls an ausgewählten Teilbereichen interessiert sein. Die von der Finanzkrise 2008 extrem hart getroffene und vom britischen Staat massiv gestützte RBS hat eigenen Angaben zufolge derzeit rund 50.000 Produkte auf Aktien, Rohstoffe, Devisen oder auch Zinsen im Umlauf. Über einen möglichen Preis der Sparte wurde bislang nichts bekannt.

Keine größeren Auswirkungen

Für den weiteren Verlauf des Aktienkurses bei der Commerzbank dürfte die Entscheidung, welche Bank den Zuschlag von der RBS erhält nicht von allzu großer Bedeutung sein. DER AKTIONÄR rät indes weiterhin von einem Engagement bei der Commerzbank - Übernahmespekulationen hin oder her - klar ab.

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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