Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank und Deutsche Bank: Wie gewonnen, so zerronnen

Die Erholung der Bankenwerte währte nicht lange. Am Mittwochnachmittag gewinnt die Aktie der Deutschen Bank nur noch leicht. Die Aktie der Commerzbank notiert schon wieder im Minus.


Damit ist klar: Die Angst vor dem Brexit bleibt. Und der würde die Banken hart treffen. Da hilft es auch nicht besonders, dass die der Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeitsnote der Deutschen Bank mit „A-" bestätigt hat – bei einem stabilen Ausblick.

Der technische Blick auf den europäischen Bankensektor bleibt indes prekär. Marc Mueller, Chartanalyst von der UBS, rechnet damit, dass die Kurse bis weit in den Sommer hinein unter Druck bleiben werden. Eine Erholungsbewegung sollte zunächst nur temporär bleiben.

Eine Branchenstudie von Goldman Sachs zu Finanzwerten nach einer Investorenkonferenz der Investmentbank blieb im Tenor auch sehr vorsichtig: Zu der Belastung durch das wohl noch länger als ursprünglich erwartet niedrige Zinsniveau schwebe vor allem das Brexit-Risiko als Gefahr über der Branche. Das löse bei Investoren und den Banken selbst große Sorgen aus.

Hinzu kämen die anhaltend herausfordernden Geschäftstrends im schwierigen operativen Marktumfeld für die Branchen. Auch über das weitere Vorgehen der Bankenaufsicht herrsche Unklarheit.

Das alles setzt nicht nur deutsche Banken unter Druck, sondern hat die Branche beispielsweise an Italiens Börse auf Rekordtiefs gedrückt und hinterließ ebenfalls in Zürich tiefe Spuren.

Neue Tiefs in Sicht

Sollte es zum Brexit kommen, würden die Kurse der Bank-Aktien wohl stark unter Druck geraten. Die Aktie der Deutschen Bank fiel bereits unter den Stopp des AKTIONÄR. Der Stopp bei der Commerzbank ist nicht mehr weit entfernt.

(Mit Material von dpa-AFX)

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