- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank und Deutsche Bank: Totales Kursdesaster

Großbritannien kehrt Europa den Rücken: Eine knappe Mehrheit der Briten hat für einen Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt. Die Kurse brechen ein.

Wider Erwarten hat die Mehrheit der Briten für einen Brexit gestimmt. Am Freitagmorgen war der Vorsprung des Brexit-Lagers mit insgesamt 16,8 Millionen Stimmen uneinholbar. Das prozentuale Verhältnis war 52 zu 48 zugunsten der EU-Gegner.

Das Ergebnis ist eine schwere Schlappe für den konservativen Premierminister David Cameron, der vehement für einen Verbleib in der bei vielen Briten verhassten EU geworben hatte. Seine politische Zukunft ist offen.

Der angestrebte Brexit stürzt die EU in die wohl schwerste Krise ihrer Geschichte. Viele europäische Politiker hatten die Briten vor einem Austritt gewarnt. EU-Politiker befürchten, dass ein Brexit Austrittswünsche in anderen Ländern beflügelt.

Brexit eine Chance?

Zu den großen Verlierern zählen am Freitag Banken. Analysten befürchten durch den Austritt der Briten aus der EU eine Kapitallücke bei den Finanzinstituten von insgesamt 108 Milliarden Euro. Nach den herben Kursverlusten stellt sich für mutige Anleger die Frage: Bei welchem Preis ist der Brexit eingepreist? Wie DER AKTIONÄR in Ausgabe 27 geschrieben hat, kann man bei der Commerzbank im Bereich 5,50 bis 5,70 Euro zugreifen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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