Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank und Deutsche Bank: Jetzt geben die Aktien Gas - aber wie lange?

Nach schmerzhaften Verlusten heißt es am Dienstag für die Anleger: Luft holen. Die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank erholen sich am Morgen, gewinnen jeweils rund zwei Prozent. Doch es könnte die Ruhe vor dem nächsten Sturm sein.


Der DAX setzt am Dienstag zu einem Befreiungsschlag an. Die Erholung in China und eine Stabilisierung beim Ölpreis unterstützen den Markt. Das Wachstum in China ist im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gefallen, allerdings blieben negative Überraschungen aus – und das ist derzeit die Hauptsache für die Börsianer.

„Der Wachstumsbericht aus China hat den Börsen in Shanghai und Shenzen für einen kräftigen Aufwärtsschub gereicht“, sagt Aktienhändler Mark Lee vom Broker London Capital Group. Die Anleger setzen nun auf neue Wachstumsimpulse. Auch die Börse in Tokio legte am Morgen zu. Das sorgte auch am deutschen Markt für Erleichterung und gute Stimmung. Zudem stabilisiert sich der Ölpreis, der wegen Sorgen um eine Überversorgung zuletzt kräftig unter Druck war.

In diesem positiven Marktumfeld legen auch die Bank-Aktien zu. Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas sieht für die Aktie der Deutschen Bank Luft bis 25 Euro, nach zuvor 28,50 Euro. Die Einschätzung lautet weiterhin auf „Neutral“. Der Großbank stehe ein harter Weg bevor, schreibt Analyst Amit Goel in seiner Studie.

Deshalb hat er das Kursziel für Deutsche Bank von 28,50 auf 25,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Großbank stehe ein harter Weg bevor, schrieb Analyst Amit Goel in einer Studie vom Montag. Deshalb rechnet er trotz der attraktiven Bewertung nicht mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung.

Limits gingen auf, Stopps beachten!

Anleger sollten die Kurserholung im DAX und auch bei Deutscher Bank und Commerzbank nicht überbewerten. Der VDAX, das Angstbarometer des DAX, notiert aktuell bei 34 Punkten, was auf weiterhin sehr unruhige Wochen hindeutet. Derzeit ist der Markt aber überverkauft, eine Gegenbewegung daher wahrscheinlich. Mutige Anleger, die das Kauflimit bei der Deutschen Bank (20 Euro) und bei der Commerzbank (7,90 Euro) genutzt haben, beachten die Stoppkurse bei 17 Euro beziehungsweise 6,90 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Ausgestoppt!

Das Referendum in Italien wirft seine Schatten voraus: Am nächsten Sonntag stimmen die Südländer über eine Verfassungsreform ab und damit über die politische Zukunft von Premier Matteo Renzi. Scheitert die Abstimmung, könnte Renzi zurücktreten. Die eurokritische Partei 5-Sterne liegt derzeit in … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Hier winken satte Gewinne

Die Commerzbank erfindet sich gerade neu. Mit den Zahlen zum abgelaufenen Quartal hat CEO Martin Zielke gezeigt, dass die Bank auf einem guten Weg ist. Eine Fusion mit dem Kundengeschäft stehe derzeit nicht auf der Agenda, so Commerzbank-Vorstand Michael Mandel gegenüber dem Handelsblatt. Vielmehr … mehr