Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank und Deutsche Bank: Anleger greifen weiter zu - wie weit geht die Rallye?

Deutliche Kursgewinne im US-Handel dürften dem DAX am Mittwoch weiteren Auftrieb geben. Zu den Gewinnern zählen einmal mehr Bank-Aktien. Der Markt rechnet offensichtlich mit einem guten Abschneiden beim Stresstest. Kann er auch.

Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 0,68 Prozent höher auf 8.947 Punkte. Nach einem mauen Wochenbeginn hatte er tags zuvor bereits um knapp zwei Prozent zugelegt.

In den USA läuft die Erholung mittlerweile bereits vier Tage und nahm am Vorabend nochmals Fahrt auf. Die Aussicht auf weitere Konjunkturstimuli durch die Europäische Zentralbank lässt die Börsianer bei Aktien zugreifen. Börsianer verwiesen auf Medienberichte, wonach die EZB den Aufkauf von Unternehmensanleihen erwäge. Die EZB hatte an diesem Montag den Beginn der Käufe von Pfandbriefen bestätigt. Käufe von Kreditverbriefungen (ABS) sollen demnächst folgen.

Bank-Aktien steigen

Derweil setzt sich auch die Erholung bei den deutschen Bank-Aktien fort. Deutsche Bank und Commerzbank notieren im frühen Mittwochhandel mit rund 0,6 Prozent im Plus. Selbst eine negativer Analystenkommentar kann die Deutsche-Bank-Aktie nicht stoppen. Andrew Lim, Analyst bei Société Générale, stuft das Papier weiterhin mit „Verkaufen“ ein. Das Kursziel sieht er bei 24,50 Euro.

Stopps beachten

Am Sonntag schlägt die Stunde der Wahrheit: Die EZB veröffentlicht die Ergebnisse des Stresstests. DER AKTIONÄR erwartet, dass sowohl Deutsche Bank und Commerzbank den Test bestanden haben. Der Markt sieht das offensichtlich genauso. Die Erholung der Aktienkurse von Commerzbank und Deutscher Bank könnte noch etwas anhalten, allerdings wäre es fahrlässig, jetzt Entwarnung zu geben. Dafür ist der Markt einfach noch zu nervös. Fazit: Wer investiert ist, bleibt dabei und beachtet die Stoppkurse (Deutsche Bank: 22,50 Euro; Commerzbank: 9,80 Euro).

(Mit Material von dpa-AFX)

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