Commerzbank
- Stefan Sommer - Volontär

Commerzbank-Aktie: Kampf zwischen Bullen und Bären

Die Commerzbank zählt in der vergangenen Woche zu den Top-Performern im DAX. Auf Wochensicht hat das Kreditinstitut rund fünf Prozent zugelegt. Ein Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal ist am letzten Freitag geglückt. Nun muss sich zeigen ob dieses Signal nachhaltig Bestand hat.

Die Analysten bleiben bei der Commerzbank-Aktie gemischter Meinung. Der Kampf zwischen Bullen und Bären ist hierbei relativ ausgeglichen. 13 von 39 Analysten raten zum Kauf der Aktie. Dem stehen zehn Verkaufsempfehlungen gegenüber. 16 Experten bleiben neutral. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 12,42 Euro, dies entspricht einem Ertragspotenzial von über elf Prozent.

Zuletzt hat das Analysehaus Independent Research die Commerzbank unter die Lupe genommen und die Einstufung für das Unternehmen nach Spekulationen über einen Verkauf des Staatsanteils auf "Halten" mit einem Kursziel von 12 Euro belassen. Es seien derzeit keine Hinweise erkennbar, dass ein zeitnaher Beteiligungsverkauf der Bundesregierung notwendig sei, schrieb Analyst Stefan Bongardt in seiner Studie. Übernahmen und Beteiligungsverkäufe seien in Europa wegen des noch laufenden Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank frühestens im kommenden Jahr zu erwarten.

Commerzbank; Chart

Mit dem Überwinden der 11-Euro-Marke ist der Commerzbank-Aktie ein wichtiger Schritt aus dem Abwärtstrendkanal gelungen. Nun hat der Wert aus technischer Sicht durchaus das Potenzial bis 12,50 Euro.

Halten

Die Commerzbank hat zuletzt operativ Fortschritte verbuchen können, allerdings lässt die Ergebnisqualität noch zu wünschen übrig. DER AKTIONÄR bleibt daher bei seiner Einschätzung, dass die Aktie aus fundamentaler Sicht eine Halteposition ist. Auch aus charttechnischer Sicht sollte mit einem Neueinstieg abgewartet werden, bis sich der Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal als nachhaltig erweist.

(Mit Material von dpa-AFX)

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