Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: So reagiert die Börse auf den Vorstandswechsel

Von einem Martin zum anderen - die Commerzbank setzt mit ihrer Entscheidung über die Konzernspitze auf Bewährtes. Ist das positiv?


Martin Zielke steht als künftiger Chef von Deutschlands zweitgrößtem Kreditinstitut vor allem für Kontinuität. Der Aufsichtsrat setzt damit ein Zeichen, dass die Bank an ihrem zuletzt erfolgreichen Kurs festhalten will.

Dass das Institut nach Jahren der Krise inzwischen wieder im Aufwärtstrend ist, wird gerade auch Zielke zugeschrieben, der das lange enttäuschende Privatkundengeschäft wieder auf Vordermann gebracht hat. Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller lobt Zielkes "breite und langjährige Erfahrung im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie im Finanzbereich".

2015 verbuchte die Bank erstmals seit fünf Jahren wieder einen Milliardenüberschuss. Zum ersten Mal seit Blessings Aufstieg zum Konzernchef 2008 wird die Bank ihren Aktionären wieder eine Dividende ausschütten. "Das ist dann, glaube ich, ein geeigneter Zeitpunkt für einen Führungswechsel."

Die Commerzbank sei nun wieder ein ganz normales Geldhaus, meint Blessing. Freilich ist der Bund mit einem Anteil von gut 15 Prozent immer noch größter Aktionäre des Instituts.

Mit Zielke bleibt bei der Commerzbank alles beim Altbewährten. Zielke muss nun beweisen, dass er den Aufwärtstrend fortsetzen kann. Und es bleibt auch noch eine ganze Menge zu verbessern. So gelten etwa die Kosten im Vergleich zum Ertrag weiterhin als zu hoch. Auch bei der Rendite wird die Commerzbank ihren Ansprüchen noch nicht gerecht.



Chance für Trader

Die Aktionäre können sich darauf einstellen, dass Zielke den von Blessing eingeschlagenen Kurs fortsetzen wird. Ohne Frage: Es bleibt noch viel zu tun für die Commerzbank. Neue ehrgeizige Konkurrenz wie die Fintechs sitzen den etablierten Playern im Nacken. Außerdem belasten die Niedrigzinsen die Banken. Aber: Das Sentiment hat sich gebessert, die überverkaufte Situation normalisiert sich langsam. Risikobereite Anleger, die auf eine Fortsetzung der Rallye der Commerzbank-Aktie setzen wollen, können sich den Turbo Bull HypoVereinsbank mit der WKN HY091R (Hebel: 3,1, Empfehlungskurs: 2,48 Euro) ins Depot legen. Stopp bei zwei Euro setzen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Chart-Check Commerzbank: Mega-Kaufsignal voraus!

Die Aktie der Commerzbank hat zuletzt nicht nur der Deutschen Bank, sondern auch dem DAX die Rücklichter gezeigt: Der Kurs hat deutlich Mommentum aufgenommen. Neuen Schwung sollte die jüngste Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed am vergangenen Mittwoch verleihen. Die Fed hat angedeutet, die Zinsen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Superreiche im Visier

Die Commerzbank will im Geschäft mit Superreichen mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro stark wachsen, so die Börsenzeitung. Dabei soll die Beratung weiterhin vor Ort stattfinden. Wie viele Superreiche die Commerzbank bisher betreut ist nicht bekannt, in Deutschland umfasst die Gruppe … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Besser als der DAX

Durch die Aufregung rund um die Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank ist die Aktie der Commerzbank etwas in den Hintergrund getreten. Dabei hat sich der Titel seit rund einer Woche besser entwickelt als der DAX. Während der Leitindex zuletzt wiederholt an der Marke von 12.000 Punkten scheiterte, … mehr