Commerzbank
- Marion Schlegel - Redakteurin

Commerzbank mit Gewinnsprung im ersten Quartal: Dividende in Sicht

Die Commerzbank hat zum Jahresauftakt in allen Geschäftsbereichen mehr verdient. Am stärksten legte trotz der historisch niedrigen Zinsen das Privatkundengeschäft zu, wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Sparte steigerte ihr operatives Ergebnis um 45 Prozent auf 161 Millionen Euro. Dabei profitierte die Bank von ihrer Offensive im Vermögensverwaltungsgeschäft und von einem weiteren Kundenzuwachs von netto 66.000. Das Institut hatte bereits in der vergangenen Woche vor einer neuerlichen Kapitalerhöhung mitgeteilt, dass der Überschuss im ersten Quartal insgesamt um 83 Prozent auf 366 Millionen Euro stieg.

Deutlich besser schnitt auch das Investmentbanking ab. Es profitierte vom regen Handel an den Finanzmärkten und steigerte seinen operativen Gewinn um 40 Prozent auf 300 Millionen Euro. Darin enthalten waren allerdings auch positive Effekte aus der Neubewertung der eigenen Schulden. Leichte Zuwächse von gut einem Prozent gab es im Mittelstandsgeschäft, das mit 345 Millionen Euro weiter größter Gewinnträger bleibt. In Polen legte der Gewinn auch dank Einmaleffekten um knapp 20 Prozent auf 116 Millionen Euro zu. Die konzerneigene Bad Bank, in der die Commerzbank ihre abzuwickelnden Geschäfte gebündelt hat, halbierte ihren Verlust auf 86 Millionen Euro.

Dank dieser durch die Bank guten Entwicklung machte das Institut auch gestiegene Kosten etwa durch die europäische Bankenabgabe und die Belastungen von 200 Millionen Euro aus dem Debakel um die Bad Bank der österreichischen Hypo Alpe Adria wett. Für das Gesamtjahr blieb die Commerzbank bei der Prognose, die Kosten mit rund sieben Milliarden Euro stabil halten zu wollen.

Dividende anvisiert

Nach dem guten ersten Quartal steigt bei der Commerzbank die Zuversicht auf die erste Gewinnausschüttung seit 2007. "Für das Geschäftsjahr 2015 planen wir eine Dividende zu zahlen und wollen dafür quartalsweise entsprechende Rückstellungen bilden", bekräftigte Konzernchef Martin Blessing am Donnerstag in einer Mitteilung. "Ob es am Ende des Jahres reichen wird, müssen wir abwarten."

Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie zuletzt etwas zurückgefallen. Wichtig ist eine schnelle Rückkehr über den Widerstand bei 12,20 Euro. Investierte Anleger sichern sich mit einem Stopp bei 10,80 Euro ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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